Von der Steinzeit zu den Sternen

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soziologie

1 Geschichte

Köpfe

Max Weber in seinen Fünfzigern, mit zurückgekämmtem Haar, ergrauendem Vollbart und streng gerunzelter Stirn, in dunklem Anzug mit hohem weißem Kragen, im Dreiviertelprofil fotografiert
Foto: Ernst Gottmann, 1918, via Wikimedia Commons. Gemeinfrei.

Max Weber

Max Weber gilt als der Mann, der gesagt hat, der Protestantismus habe den Kapitalismus hervorgebracht. In seinem Aufsatz nannte er diese These selbst töricht, und eine Zeile der Schulstatistik an dessen Anfang summiert sich auf 109 Prozent. Nach den Studien der vergangenen zwei Jahrzehnte ist Protestanten die Arbeit etwas wichtiger als Katholiken; dass sie mehr gespart hätten oder ihre Städte schneller gewachsen wären, zeigt sich nicht. Besser gehalten hat sich, was er im Juni 1918 in Wien dreihundert österreichischen Offizieren sagte: Wenn der Staat die Wirtschaft übernimmt, herrschen die Beamten, nicht die Arbeiter. Den geschulten Beamten hielt er beim Verwalten für unschlagbar, und deshalb fürchtete er ihn.

Am 13. Juni 1918 trat in Wien ein deutscher Professor vor rund dreihundert Offiziere der österreichisch-ungarischen Armee und sprach anderthalb Stunden lang über den Sozialismus. Mehr als achtzehn Jahre lang hatte er keine Vorlesung …

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