Am 30. Juli 2004, zwei Tage bevor das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft trat, gab Bundesumweltminister Jürgen Trittin den Deutschen eine griffige Zahl mit auf den Weg. Sein Ministerium zitierte ihn so: „Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet – so viel wie eine Kugel Eis.“1 Das war kein Versprecher in einem feindseligen Interview, sondern die Botschaft, die man für den Start gewählt hatte, und sie blieb hängen. Das Programm startete mit der Annahme, die Energiewende werde so gut wie nichts kosten.
Ein zweiter Blick auf die Kugel Eis lohnt sich, denn die Bundesregierung erzählt die Geschichte selbst nicht mehr so. Das gesetzliche Ziel von 80 Prozent Ökostrom im Jahr 2030 „scheint erreichbar“, heißt es in einem Monitoringbericht, den das Wirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hatte und der im September 2025 erschien. Der Grund ist wenig erfreulich: Die Ausbauziele für die Windkraft werden verfehlt, aber das Land wird viel weniger Strom verbrauchen als angenommen2. Der Stromverbrauch der Industrie liegt rund 16 Prozent unter dem von 2015 und hat das Vorkrisenniveau nicht wieder erreicht2, und die Wirtschaftsleistung je Einwohner war 2025 niedriger als 20193. Ein Land, das weniger herstellt, braucht weniger Strom. Die Ministerin hielt am Ziel fest und machte den geringeren Bedarf zur ersten ihrer zehn Maßnahmen4. Im September 2026 schrieb die Bundesnetzagentur zum ersten Mal neue Kraftwerke aus, die einspringen sollen, wenn Wind und Sonne fehlen5, und der Bund zahlt in diesem Jahr 6,5 Milliarden Euro, um die Netzentgelte zu drücken6. Im Preis einer Kugel Eis war nichts davon enthalten.
Was folgt, ist die Bilanz nach 22 Jahren.
Zuerst der Teil, der stimmt
Der Ausbau hat stattgefunden, und er ist beträchtlich. 2025 erzeugten die erneuerbaren Energien so viel Strom, wie 55,1 Prozent des deutschen Verbrauchs entspricht7. Im Land verbraucht wurde davon nicht alles: Nach den stundengenauen Flussdaten von Electricity Maps floss an Wind-, Solar- und Biomassestrom netto rund 16 Terawattstunden mehr ins Ausland als herein (eigene Berechnung)8. Wind und Sonne waren erstmals die beiden größten Stromquellen im öffentlichen Netz; die Solarstromerzeugung wuchs in einem einzigen Jahr um 21 Prozent und überholte die Braunkohle9. Auf jeden Einwohner kommen in Deutschland 1.404 Watt Solarleistung, mehr als in jedem anderen Land außer Australien und den Niederlanden10. Gebaut wurde das alles, während in jedem Kreistag des Landes über Windräder gestritten wurde.
Wer behauptet, die deutschen Zahlen zu den Erneuerbaren seien übertrieben, hat sie nicht gelesen. Die Module und Windräder stehen, und ihr Strom taucht in den Netzdaten auf. Die Kritik an der Energiewende, es sei nichts gebaut worden, ist falsch.
Der eigentliche Kritikpunkt ist: Das Programm wurde mit zwei Versprechen verkauft, niedrigen Kosten und sauberem Strom. Nach 22 Jahren hat das Land einen der größten Bestände an Wind- und Solaranlagen der Welt, aber der war weder günstig, noch hat er dem Klima viel gebracht.
Die Kugel Eis, nachgerechnet
Bezahlt wurde all das über die EEG-Umlage, einen Aufschlag auf jede Kilowattstunde, aus dem die garantierten Einspeisevergütungen finanziert wurden. Als Beschreibung der bisherigen Rechnung stimmte Trittins Zahl. Nach der Tabelle des Wirtschaftsministeriums lag die Umlage im Jahr 2003 bei 0,37 Cent je Kilowattstunde11. Für einen Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch waren das 1,08 Euro im Monat vor Mehrwertsteuer. Im Jahr 2004, als Trittin den Satz sagte, waren es schon 0,54 Cent oder 1,58 Euro im Monat (eigene Berechnung). Das Problem steckte in den Worten „Es bleibt dabei“.
Trittins Kugel Eis, Jahr für Jahr
Die EEG-Umlage in Cent je Kilowattstunde. Auf dem Höchststand 2017 zahlte ein Haushalt mit 3.500 kWh Verbrauch rund 20 € im Monat vor Mehrwertsteuer, das Zwanzigfache des einen Euro, den Trittin genannt hatte, und knapp das Dreizehnfache dessen, was die Umlage 2004 kostete. Ab Juli 2022 betrug die Umlage null. Die Kosten waren nicht verschwunden, sie standen nun im Bundeshaushalt.
Die Zahlen anzeigen
| Jahr | EEG-Umlage (ct/kWh) | Je Monat bei 3.500 kWh im Jahr, vor Mehrwertsteuer |
|---|---|---|
| 2000 | 0,19 | 0,55 € |
| 2001 | 0,25 | 0,73 € |
| 2002 | 0,36 | 1,05 € |
| 2003 | 0,37 | 1,08 € |
| 2004 | 0,54 | 1,58 € |
| 2005 | 0,70 | 2,04 € |
| 2006 | 0,89 | 2,60 € |
| 2007 | 1,03 | 3,00 € |
| 2008 | 1,16 | 3,38 € |
| 2009 | 1,32 | 3,85 € |
| 2010 | 2,05 | 5,98 € |
| 2011 | 3,53 | 10,30 € |
| 2012 | 3,59 | 10,47 € |
| 2013 | 5,28 | 15,40 € |
| 2014 | 6,24 | 18,20 € |
| 2015 | 6,17 | 18,00 € |
| 2016 | 6,35 | 18,52 € |
| 2017 | 6,88 | 20,07 € |
| 2018 | 6,79 | 19,80 € |
| 2019 | 6,41 | 18,70 € |
| 2020 | 6,76 | 19,72 € |
| 2021 | 6,50 | 18,96 € |
| 2022, Januar bis Juni | 3,72 | 10,85 € |
| Ab Juli 2022 | 0,00 | aus dem Bundeshaushalt bezahlt |
An dieser Grafik sind zwei Dinge wichtiger als der Höchststand.
Das erste ist der Verlauf. Die Einspeisevergütungen waren für zwanzig Jahre garantiert. Mit jedem neuen Anlagenjahrgang standen also zwanzig Jahre Zahlungen zum Preis dieses Jahres fest. Das Gesetz von 2004 versprach Solaranlagen 45,7 bis 57,4 Cent je Kilowattstunde12; ein neuer Solarpark erzeugt Strom heute für 4 bis 7 Cent13. Für die Solaranlagen jener Jahre zahlt Deutschland bis heute. Zwischen 2000 und 2020 lieferte die Photovoltaik 17 Prozent des nach dem EEG vergüteten Stroms und verursachte 42 Prozent der Kosten (eigene Berechnung nach der Tabelle des Ministeriums). Diese Kosten, also das, was die Betreiber über den Marktwert ihres Stroms hinaus erhielten, summierten sich bis Ende 2020 auf 248 Milliarden Euro11. Aus den Kontoübersichten der Übertragungsnetzbetreiber ergeben sich für 2021 bis 2025 weitere rund 71 Milliarden Euro14, zusammen also etwa 320 Milliarden Euro (eigene Berechnung). Ein großer Teil dieses Geldes bezahlte frühe Anlagen zu den Preisen ihrer Zeit. Die Verteidiger des EEG ergänzen zu Recht, dass diese frühe Nachfrage dazu beigetragen hat, Solarmodule für alle billig zu machen, die später kauften. Das ist das Beste, was sich über dieses Geld sagen lässt.
Das zweite ist das Jahr 2022, in dem die Grafik auf null fällt. Aber billiger wurde dadurch nichts: Seither zahlt der Steuerzahler. Die Umlage wurde im Juli 2022 auf null gesenkt und per Gesetz ab 2023 abgeschafft; die Förderung ist nun, wie die Übertragungsnetzbetreiber schreiben, „Teil des Bundeshaushalts“15. 2024 überwies der Bund 18,5 Milliarden Euro auf das EEG-Konto, 2025 waren es 16,5 Milliarden Euro14. Im Haushalt 2026 stehen dafür 16,2 Milliarden Euro, unter dem Titel „Zuschüsse zur Entlastung beim Strompreis“16. Weitere 6,5 Milliarden Euro fließen 2026 aus dem Klima- und Transformationsfonds an die Übertragungsnetzbetreiber, um die Netzentgelte zu drücken6, und im Haushaltsentwurf für 2027 sind dafür noch einmal 5,5 Milliarden Euro vorgesehen17.
Die Kugel Eis, seit sie nicht mehr auf der Rechnung steht
Was das EEG seit 2000 gekostet hat, und zwei Beträge, die der Bund 2026 zahlt, damit die Stromrechnungen niedriger ausfallen.
Wenn die Bundesregierung meldet, Strom sei für neue Haushaltskunden im Januar 2026 um 6,7 Prozent billiger geworden, nennt sie den wichtigsten Grund gleich selbst: niedrigere Netzentgelte18. Das ist eine mit Steuergeld erkaufte Preissenkung. Trotzdem zahlten deutsche Haushalte im zweiten Halbjahr 2025 je Kilowattstunde 38,69 Cent, mehr als in jedem anderen EU-Land außer Irland, und 36,18 Cent im ersten Halbjahr 202619. Die Kugel Eis wird weiter serviert. Sie steht nur nicht mehr auf der Rechnung.
Was das Geld erkauft hat, gemessen in Gramm CO₂
Ein Dekarbonisierungsprogramm muss sich daran messen lassen, wie viel CO₂ noch auf eine Kilowattstunde entfällt, wenn die sauberen Anlagen gebaut sind. Die Grafik zeigt das Jahr 2025. Ihre Zahlen folgen dem Strom über die Grenzen, sodass Importe dem Land angerechnet werden, das den Strom verbraucht.
CO₂-Intensität des verbrauchten Stroms, 2025
Gramm CO₂-Äquivalent je Kilowattstunde. Die Stromflüsse sind zurückverfolgt, sodass Importe dem Land angerechnet werden, das den Strom verbraucht. Deutscher Strom verursachte zehnmal so viel CO₂ wie französischer und sechzehnmal so viel wie schwedischer.
Die Zahlen anzeigen
| Land | g CO₂-Äq./kWh, 2025 | Veränderung ggü. 2024 |
|---|---|---|
| Polen | 676,6 | −25,8 |
| Tschechien | 467,7 | −12,8 |
| Deutschland | 335,4 | +0,9 |
| Italien | 285,8 | +18,3 |
| Niederlande | 262,2 | −1,0 |
| Großbritannien | 175,9 | +0,9 |
| Spanien | 132,1 | +8,0 |
| Frankreich | 32,0 | −1,5 |
| Schweden | 21,3 | −1,2 |
Drei Einschränkungen zu dieser Grafik:
Deutschland hat nicht das schmutzigste Stromnetz Europas. Der polnische Wert ist doppelt so hoch, und auch der tschechische und der bulgarische liegen höher. Unter den fünf größten Volkswirtschaften Westeuropas hat Deutschland allerdings den höchsten Wert. Italien liegt nicht weit dahinter, doch britischer Strom verursacht etwa halb so viel CO₂ wie deutscher und spanischer zwei Fünftel8. Und weil Deutschland die größte der fünf ist, stoßen seine Kraftwerke mehr aus als die jedes anderen EU-Landes: 165 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent im Jahr 2025 nach der Schätzung von Ember, das sind 28 Prozent des Ausstoßes der gesamten EU20.
Die Veränderung von einem Jahr zum nächsten sagt wenig. Der deutsche Wert stieg 2025 um ein Gramm, in einem Jahr, in dem das Umweltbundesamt deutlich niedrigere Windgeschwindigkeiten registrierte als im Vorjahr und die Windstromerzeugung um 4 Prozent sank21. Ein Urteil, das man aus einem Gramm herausliest, ist so viel wert wie eines, das man aus einem warmen Februar herausliest. Es kommt auf das Niveau an.
Das Niveau hat sich verbessert. Das Umweltbundesamt führt eine eigene Reihe, die nur das CO₂ aus deutschen Kraftwerken zählt und sich deshalb nicht neben die Grafik stellen lässt. Danach verursachte eine Kilowattstunde im Jahr 2004, dem Jahr der Kugel Eis, 618 Gramm. Im Jahr 2025 waren es 344 Gramm, ein Rückgang um 44 Prozent22. Die Kritik gilt dem, was das Geld gekauft hat. Rund 320 Milliarden Euro Förderung und ein Ausbau von Wind- und Solarkraft, der zu den größten aller Industrieländer zählt, haben den deutschen Strom nach dem Maßstab der Grafik auf 335 Gramm gebracht. In Frankreich, das im März 1974 den Bau einer ganzen Reaktorflotte beschloss, sind es 3223.
Die Kugel Eis wird weiter serviert. Sie steht nur nicht mehr auf der Rechnung.
Die Reihenfolge
Ein großer Teil dieses Abstands hat eine einfache Ursache, und sie hat mit Wind und Sonne nichts zu tun. Deutschland hat seine CO₂-freien Kernkraftwerke vor seinen Kohlekraftwerken abgeschaltet.
Als sich im März 2011 der Reaktorunfall von Fukushima ereignete, hatten siebzehn Reaktoren eine Betriebsgenehmigung. Acht liefen nie wieder: Fünf wurden binnen Tagen abgeschaltet, drei waren schon vorher vom Netz24, und alle acht verloren im August desselben Jahres ihre Genehmigung. Sechs weitere gingen zwischen 2015 und Ende 2021 vom Netz, die letzten drei am 15. April 202325. Auch die Kohle wurde zurückgefahren, aber langsamer. Im Jahr 2010 erzeugten die deutschen Reaktoren 141 Terawattstunden und die Kohlekraftwerke 263. Im Jahr 2025 gab es keine Reaktoren mehr, und die Kohlekraftwerke erzeugten immer noch 104 Terawattstunden, ein Fünftel des deutschen Stroms7. Das ist weniger, als die Reaktoren geliefert hatten. Zwischen diesen beiden Jahren stieg die jährliche Erzeugung aus erneuerbaren Energien um 185 Terawattstunden. Der abgeschaltete Atomstrom entspricht drei Vierteln dieses Zuwachses (eigene Berechnung).
Was diese Entscheidung gekostet hat, haben drei Ökonomen berechnet. Stephen Jarvis, Olivier Deschênes und Akshaya Jha haben mit stündlichen Daten einzelner Kraftwerke ermittelt, was an die Stelle der zwischen 2011 und 2019 abgeschalteten Reaktoren trat. Es waren vor allem Kohlestrom und Importe. Im Journal of the European Economic Association beziffern sie die Kosten für die Gesellschaft auf 3 bis 8 Milliarden Euro im Jahr26. Das meiste davon entfällt auf 330 bis 800 zusätzliche Todesfälle im Jahr durch die Luftschadstoffe der fossilen Kraftwerke, die stattdessen liefen. Klimaschäden gehen in die zentrale Schätzung nicht ein, weil die Kraftwerke unter der festen Obergrenze des EU-Emissionshandels liegen. Dem stellen die Autoren das vermiedene Unfallrisiko und die vermiedenen Kosten für die Lagerung von Atommüll gegenüber. Selbst mit den höchsten Werten aus der Literatur kommen dabei rund 0,2 Milliarden Euro im Jahr zusammen. Eine frühere Fassung als Arbeitspapier hatte die Kosten auf 12 Milliarden Dollar im Jahr und die Zahl der Todesfälle auf 1.100 beziffert27; die begutachtete Fassung hat beides nach unten korrigiert.
Im Jahr 2023, in dem die letzten Reaktoren vom Netz gingen, wurde Deutschland außerdem zum Nettoimporteur von Strom. Im Jahr 2025 führte es netto 19,5 Terawattstunden ein7; im ersten Halbjahr 2026 war der Austausch allerdings nahezu ausgeglichen28. Nach den Daten von Electricity Maps war der Importstrom des Jahres 2025 sauberer als der in Deutschland erzeugte, dessen Wert für sich genommen bei 362 statt 335 Gramm gelegen hätte. Rund 4 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms waren demnach Atomstrom aus dem Ausland8.
Ein Land, das seine Reaktoren aus Sicherheitsgründen abgeschaltet hat, kauft den Strom aus den Reaktoren seiner Nachbarn, und seine Emissionszahlen fallen dadurch besser aus.
Woher die CO₂-Einsparungen kommen
Hier übertreiben Skeptiker gern. Deshalb kommt es auf die genauen Zahlen an. Die deutschen Emissionen steigen nicht. Sie sind 2025 erneut gesunken, nach den Zahlen des Umweltbundesamts auf 649 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent. Das ist ein Rückgang um 0,9 Millionen Tonnen oder 0,1 Prozent29.
Entscheidend ist, welche Zahlen sich bewegt haben. Die Emissionen der Gebäude stiegen um 3,4 Millionen Tonnen, die des Verkehrs um 2,1 Millionen, und die der Energiewirtschaft veränderten sich kaum. Die der Industrie sanken um 5,6 Millionen Tonnen; deshalb ist die Summe nicht gestiegen. Einen der wichtigsten Gründe nennt das Amt selbst: „geringere Produktionsmengen in energieintensiven Branchen“29.
Wie die deutsche Industrie „dekarbonisierte“: Veränderung seit Februar 2022
Produktion (saison- und kalenderbereinigt) und Beschäftigung in den Branchen mit dem höchsten Energieverbrauch. Jede Zeile reicht bis zum letzten veröffentlichten Monat. Die Emissionen einer Fabrik, die nicht läuft, sind technisch gesehen vermiedene Emissionen.
Die Zahlen anzeigen
| Kennzahl | Zeitraum | Veränderung |
|---|---|---|
| Chemieproduktion | Februar 2022 bis Juli 2026 | −20,8 % |
| Produktion der energieintensiven Industriezweige | Februar 2022 bis August 2026 | −19,2 % |
| Gesamte Industrieproduktion | Februar 2022 bis August 2026 | −9,9 % |
| Beschäftigte in den energieintensiven Industriezweigen | Februar 2022 bis März 2026 | −6,3 % (rund 53.300 Beschäftigte) |
Auf die Chemie entfallen 27,9 Prozent des Energieverbrauchs der deutschen Industrie, mehr als auf jede andere Branche30. Im Juli 2026 produzierte die Chemieindustrie 20,8 Prozent weniger als im Februar 202231. Die energieintensiven Branchen insgesamt produzierten im August 2026 um 19,2 Prozent weniger, und im März 2026 beschäftigten sie rund 53.000 Menschen weniger als vier Jahre zuvor. Die gesamte deutsche Industrie stellte 2025 um 14 Prozent weniger her als 2018 und hat sich nicht erholt32. Die Emissionen der Industrie sanken zwischen 2021 und 2025 um ein Fünftel, von 180 auf 144 Millionen Tonnen33.
Weniger Produktion heißt noch nicht, dass die Fabriken ins Ausland gezogen sind. Ein Teil ist es. In der Energieumfrage der Industrie- und Handelskammern von 2026, an der rund 3.100 Unternehmen teilnahmen, sagten etwa 60 Prozent der großen Industrieunternehmen, dass sie ihre Tätigkeit in Deutschland einschränken oder ins Ausland verlagern wollen oder das bereits tun; bei etwa einem Drittel läuft die Verlagerung nach eigenen Angaben schon34. Das ist die Umfrage eines Wirtschaftsverbands und keine Messung. Für den Euroraum hat die Europäische Zentralbank aber schon 2022 festgestellt, dass Importe einen Teil der energieintensiven Produktion ersetzten35. In der deutschen Handelsstatistik zeigt sich die Verschiebung dort, wo Energie am meisten zählt: Im Jahr 2021 führte das Land etwas mehr Stickstoffdünger aus als ein, im Jahr 2025 führte es 1,1 Millionen Tonnen mehr ein als aus36. Eine allgemeine Importflut gibt es dagegen nicht. Die Einfuhr von Chemikalien, Düngemitteln und Kunststoffen sank von 42 Millionen Tonnen im Jahr 2021 auf 38 Millionen im Jahr 2025, die Ausfuhr noch stärker, von 55 auf 47 Millionen Tonnen (eigene Berechnung). Kunden im Ausland kaufen woanders, und deutsche Fabriken kaufen selbst weniger ein. Ein Gewinn für das Klima oder das Land ist beides nicht: Was jetzt im Ausland hergestellt wird, verursacht seine Emissionen dort, und was gar nicht mehr hergestellt wird, ist verlorene Wertschöpfung.
Agora Energiewende, eine Denkfabrik, die sich für die Energiewende einsetzt, schreibt in ihrem Jahresbericht über die sinkenden Industrieemissionen, sie seien „kein Klimaerfolg“37.
Ein Teil davon geht auf den Gaspreisschock von 2022 zurück, und es wäre unfair, alles der Energiewende anzulasten. Aber der Schock legte einen Widerspruch offen, den die Politik zwei Jahrzehnte lang aufgebaut hatte: Der Standortvorteil der deutschen Industrie war billige, verlässliche Prozessenergie, und das Land hatte sich bewusst und unter hohen Kosten für teure Energie entschieden. Im ersten Halbjahr 2026 zahlte ein mittelgroßer deutscher Industriekunde 20,58 Euro je 100 kWh vor Mehrwertsteuer, in Schweden waren es 11,77 Euro und in Finnland 9,28 Euro38. Das war bereits der subventionierte Preis: Ein halbes Jahr zuvor, vor dem Zuschuss zu den Netzentgelten, hatte er bei 22,64 Euro gelegen. Schwedischer und finnischer Strom ist mit 21 und 66 Gramm zudem weit sauberer als deutscher8. Eine Fabrik liest keine Pressemitteilungen. Sie liest ihre Stromrechnung.
Ein Land, das sein Ziel erreicht, weil seine Chemieindustrie dorthin abwandert, wo der Strom 600 Gramm CO₂ je Kilowattstunde verursacht, hat dem Klima geschadet und seine Statistik verbessert.
Eine Lücke, die sich in diesem Tempo nicht schließt
Das gesetzliche Ziel lautet: bis 2030 um 65 Prozent weniger Emissionen als 199039. Die Rechnung für die verbleibenden fünf Jahre zeigt, wie weit das Programm hinter dem Ziel zurückliegt.
35 Jahre sind um, fünf bleiben
Die deutschen Treibhausgasemissionen seit 1990 und die gerade Linie zum Ziel für 2030. Bisher sanken sie im Schnitt um 17 Millionen Tonnen im Jahr, 2025 um weniger als eine Million. Das Ziel verlangt ab jetzt 42 Millionen Tonnen im Jahr.
Die Zahlen anzeigen
| Jahr | Mt CO₂-Äq. |
|---|---|
| 1990 | 1.253,1 |
| 1991 | 1.206,4 |
| 1992 | 1.158,0 |
| 1993 | 1.148,5 |
| 1994 | 1.130,8 |
| 1995 | 1.123,4 |
| 1996 | 1.140,2 |
| 1997 | 1.104,8 |
| 1998 | 1.080,0 |
| 1999 | 1.045,5 |
| 2000 | 1.043,0 |
| 2001 | 1.057,1 |
| 2002 | 1.036,7 |
| 2003 | 1.030,5 |
| 2004 | 1.010,7 |
| 2005 | 988,9 |
| 2006 | 1.002,0 |
| 2007 | 963,5 |
| 2008 | 964,9 |
| 2009 | 901,3 |
| 2010 | 933,2 |
| 2011 | 907,6 |
| 2012 | 916,9 |
| 2013 | 936,6 |
| 2014 | 895,2 |
| 2015 | 898,6 |
| 2016 | 899,0 |
| 2017 | 886,3 |
| 2018 | 850,1 |
| 2019 | 798,0 |
| 2020 | 731,0 |
| 2021 | 762,8 |
| 2022 | 749,3 |
| 2023 | 669,6 |
| 2024 | 649,8 |
| 2025 (vorläufig) | 648,9 |
| 2030 (Ziel: 65 % unter 1990; eigene Berechnung) | 438,6 |
Von 1990 bis 2025 hat Deutschland seine Emissionen im Schnitt um 17 Millionen Tonnen im Jahr gesenkt. Um das Ziel zu erreichen, müssen es von nun an 42 Millionen Tonnen im Jahr sein, wie das Umweltbundesamt selbst schreibt29. Das ist etwa das 2,4-Fache des Durchschnitts der vergangenen 35 Jahre, und zwar fünf Jahre in Folge, ausgehend von einem Jahr, in dem die Emissionen um weniger als eine Million Tonnen sanken. Und hinter den beiden Sektoren, deren Emissionen 2025 gestiegen sind, Verkehr und Gebäude, steht nichts, was dem EEG vergleichbar wäre.
Die eigene Projektion des Amts endet im Jahr 2030 bei einer Minderung um 62,6 Prozent. Es hält das Ziel dennoch für erreichbar, mit zusätzlichen Maßnahmen40. Der Expertenrat für Klimafragen, der diese Zahlen von Gesetzes wegen prüft, hat dieselbe Projektion im Mai 2026 untersucht. Er erwartet, dass Deutschland zwischen 2021 und 2030 mehr ausstößt, als das Gesetz erlaubt41. Das erste Halbjahr 2026 sieht etwas besser aus: Die energiebedingten CO₂-Emissionen sanken nach einer überschlägigen Berechnung der AG Energiebilanzen um etwa 2,5 Prozent28. Für das Ziel müssen die gesamten Emissionen um mehr als 6 Prozent im Jahr sinken (eigene Berechnung).
Das Basisjahr 1990 hat einen Haken, den deutsche Amtsträger selten von sich aus erwähnen. Fast die Hälfte der Minderung im ersten Jahrzehnt ging nach einer Studie für das Umweltbundesamt auf den Zusammenbruch und den Umbau der ostdeutschen Wirtschaft nach der Wiedervereinigung zurück; politische Maßnahmen trugen derselben Studie zufolge etwas mehr bei als die Wiedervereinigung42. Diese Emissionen sind tatsächlich verschwunden, ein Erfolg der Klimapolitik war das aber nicht. Frankreich hat seine Emissionen zwischen 1990 und 2024 um 33 Prozent gesenkt, Deutschland um 48 Prozent43. Frankreich startete allerdings mit einem Stromnetz, das bereits dekarbonisiert war. Der Vergleich der Raten lässt Deutschland besser aussehen. Der Vergleich dessen, wo beide angekommen sind, 335 Gramm gegen 32, tut das nicht.
Die Rechnung, die noch aussteht
Alles bisher Gesagte betrifft Kosten, die schon angefallen sind. Beim Netz stehen die Kosten noch bevor.
Windräder stehen dort, wo der Wind weht, und die Fabriken stehen woanders. SuedLink, die wichtigste neue Leitung vom Norden in den Süden, ist 693 Kilometer lang und soll ab 2028 Strom transportieren44. Für das Netz fallen zwei Rechnungen an: eine für das Übertragungsnetz mit seinen Höchstspannungsleitungen und eine für die örtlichen Verteilnetze. Der aktuelle Plan der Übertragungsnetzbetreiber, ein zweiter Entwurf vom März 2026, veranschlagt ihr Netz an Land und auf See bis 2045 auf 365 bis 392 Milliarden Euro45. Das sind rund 50 bis 75 Milliarden Euro weniger als die etwa 440 Milliarden Euro, auf die der vorige Plan zuletzt beziffert worden war2. Die Verteilnetze brauchen nach den Plänen ihrer Betreiber deutlich mehr als 235 Milliarden Euro. Der Monitoringbericht rechnet damit, dass diese Zahl steigt, weil ein Fünftel bis ein Viertel der Nieder- und Mittelspannungsebene in den Plänen noch fehlt und weil die jüngsten Preissteigerungen darin ebenfalls nicht enthalten sind2. Zusammen sind das mindestens 600 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahrzehnten (eigene Berechnung), fast doppelt so viel, wie das EEG seit dem Jahr 2000 gekostet hat. Auch der Betrieb des bestehenden Netzes wird teurer: Das Engpassmanagement kostete 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2019 und 3,1 Milliarden Euro im Jahr 202546.
Am aufschlussreichsten ist der Monitoringbericht beim Ziel für 2030. Er hält das Ziel von 80 Prozent Ökostrom weiter für erreichbar, obwohl die Windziele verfehlt werden. Der Grund: Der Verbrauch werde im Jahr 2030 bei 600 bis 700 Terawattstunden liegen und nicht bei den 750, von denen amtliche Untersuchungen zur Versorgungssicherheit ausgegangen waren2. Die Bundesregierung sagt das inzwischen in eigenen Worten. Ihr Gesetzentwurf zur Reform des EEG, der dem Bundestag seit September 2026 vorliegt, hält fest, dass sich der geringere Verbrauch und die geringere Erzeugung aus erneuerbaren Energien in etwa ausgleichen. Den Pfad, mit dem das Gesetz die Ökostrommengen Jahr für Jahr vorgab, streicht der Entwurf. Die Regelung habe „eine Scheingenauigkeit vorgetäuscht, die so nicht mit der Entwicklung der Energiewende im Stromsektor korrespondiert“47. Das Ziel bleibt bestehen, weil der Nenner kleiner geworden ist.
Der Nenner ist kleiner geworden, weil die Geräte, die mit dem neuen Strom laufen sollten, viel langsamer kommen als geplant und weil deutsche Fabriken weniger produzieren. Im Jahr 2025 verbrauchte Deutschland 529 Terawattstunden, so viel wie 20247; um bis 2030 auch nur 600 zu erreichen, müsste der Verbrauch in fünf Jahren um 13 Prozent wachsen (eigene Berechnung). Der Absatz von Wärmepumpen erholte sich 2025 auf 299.000 Stück, blieb aber unter den 356.000 des Jahres 202348. Im Juli 2026 waren 2,4 Millionen reine Elektroautos zugelassen49; das Ziel für 2030 sind 15 Millionen2. Im Januar 2026 waren Elektrolyseure mit einer Leistung von 181 Megawatt installiert; das Ziel sind 10 Gigawatt50. Wird ein Ziel erreicht, weil das Land weniger elektrifiziert hat als geplant, dann ist das nicht der Erfolg, für den es stehen sollte.
Zeit für einen Kurswechsel, aber für den richtigen
Nichts davon spricht dafür, Solarmodule wieder abzubauen. Solarparks und Windräder an Land sind heute die billigsten Kraftwerke, die Deutschland bauen kann, mit 4 bis 9 Cent je Kilowattstunde13. Dass man einmal zu viel für sie bezahlt hat, ist kein Grund, sie jetzt nicht mehr zu bauen, da sie billig sind. Ändern muss sich die Buchführung.
Euro je Tonne veröffentlichen. Für jedes Instrument der Energiewende sollten die Vermeidungskosten veröffentlicht werden. Solaranlagen, die Ende der 2000er-Jahre nach dem EEG gebaut wurden, vermieden CO₂ nach zwei verschiedenen Schätzungen für mehr als 500 Euro je Tonne5152. Ein Zertifikat im EU-Emissionshandel (EU-ETS) kostete damals etwa 11 Euro. Bei der Windkraft sah es anders aus: Mit rund 50 Euro je Tonne war sie billiger, als ein Zertifikat heute ist53. Wenn ein Programm seine Kosten je Tonne nicht veröffentlicht, müssen andere sie ausrechnen.
Die Reihenfolge korrigieren. Richtig wäre gewesen: zuerst die Kohle, dann das Gas und zuletzt, wenn überhaupt, die Kernkraft. Es lief umgekehrt, und ein guter Teil der 335 Gramm ist der Preis dafür. Ein Wiedereinstieg ist eine andere Frage. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte im März 2026 über den Ausstieg: „Der Beschluss ist irreversibel. Ich bedauere das, aber es ist so.“54 Die sechs Reaktoren, die 2021 und 2023 vom Netz gingen, haben alle eine Stilllegungsgenehmigung55. Das Mindeste ist, den Fehler nicht zu wiederholen und gesicherte Leistung erst abzuschalten, wenn es Ersatz gibt.
Deindustrialisierung nicht länger als Fortschritt verbuchen. Emissionen sollten nicht nur absolut ausgewiesen werden, sondern auch je Produktionseinheit. Ein Land, das sein Ziel erreicht, weil seine Chemieindustrie dorthin abwandert, wo der Strom 600 Gramm CO₂ je Kilowattstunde verursacht, hat dem Klima geschadet und seine Statistik verbessert.
Die Speicher mitrechnen. Die Lücke zwischen einem Netz mit 55 Prozent Erneuerbaren und einem mit 90 Prozent schließt man nicht, indem man mehr vom Selben baut. Ein Plan, der nicht sagt, woher der Strom in einer windstillen Winterwoche kommt, ist ein Plan, Gas zu verbrennen, was immer sonst darin steht. Die Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Kraftwerke, die lange Phasen ohne Wind und Sonne überbrücken können, räumt das ein5.
CO₂ bepreisen und keine Gewinner mehr küren. Der Emissionshandel erreicht mit einem einzigen Instrument, was zwanzig Jahre technologiespezifischer Förderung teuer und ungleichmäßig erreicht haben. Anders als einer Einspeisevergütung ist ihm gleichgültig, welche Technik gewinnt.
Der Satz – richtig geschrieben
Als Beschreibung dessen, was die Haushalte bis dahin gezahlt hatten, war Trittins Satz richtig. Im Jahr 2013 danach gefragt, schrieb er, die Aussagen seines Ministeriums hätten sich auf „den Istzustand“ bezogen oder auf die damals absehbaren wenigen Jahre. Für 2012 habe er mit einem Ökostromanteil von 12,5 Prozent gerechnet und nicht mit den fast 22 Prozent, die es dann wurden56. Für die Rechnung ist das eine faire Verteidigung. Aber der Satz begann mit den Worten „Es bleibt dabei“, und es war der Satz, weniger die Rechnung, der eine Verpflichtung über zwanzig Jahre verkaufte.
Mit dem Wissen von heute hätte der Satz von 2004 etwa so gelautet:
Die Förderung der erneuerbaren Energien hat einen durchschnittlichen Haushalt im vergangenen Jahr rund einen Euro im Monat gekostet und kostet in diesem Jahr anderthalb. In dreizehn Jahren werden es zwanzig Euro sein, danach verschwindet der Betrag von der Stromrechnung. Der Betrag wird jedoch weiter über Steuern im Bundeshaushalt bezahlt. In 22 Jahren bekommt das Land dafür einen der größten Bestände an Wind- und Solaranlagen der Welt, den zweithöchsten Haushaltsstrompreis der Europäischen Union und Strom, der noch immer zehnmal so viel CO₂ verursacht wie der französische, weil wir die Reaktoren zuerst abschalten werden und die Kohlekraftwerke zuletzt.
Mit diesem Satz hätte man das Programm nicht verkaufen können. Deshalb gehört er jetzt ins Protokoll, bevor die nächste Verpflichtung über zwanzig Jahre in Eiskugeln beziffert wird.
Quellen
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Bundesumweltministerium, „Erneuerbare-Energien-Gesetz tritt in Kraft“, Pressemitteilung Nr. 231/04, 30. Juli 2004. Das Gesetz trat am 1. August 2004 in Kraft. ↩︎
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EWI und BET, „Energiewende. Effizient. Machen.“, Monitoringbericht zum Start der 21. Legislaturperiode, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, September 2025. Das 80-Prozent-Ziel und der Stromverbrauch 2030: S. 12–13, 63 und 145–147; Stromverbrauch der Industrie: S. 32; Netzinvestitionen bis 2045: S. 13–14 und 79; die Ziele für Elektroautos und Elektrolyseure: S. 15 und 43. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
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Eurostat, Bruttoinlandsprodukt und Hauptkomponenten je Einwohner, Datensatz nama_10_pc, Deutschland, verkettete Volumen (2020) in Euro je Einwohner, abgerufen am 8. Oktober 2026. 44.080 Euro im Jahr 2019 und 43.750 Euro im Jahr 2025; eigene Berechnung: minus 0,7 Prozent. ↩︎
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Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, „Klimaneutral werden – wettbewerbsfähig bleiben“, zehn Schlüsselmaßnahmen im Anschluss an den Monitoringbericht, September 2025, S. 4–5. ↩︎
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Bundesnetzagentur, „Start der Ausschreibungen für Langzeitkapazitäten nach StromVKG – Gebotstermin 8. September 2026“, Pressemitteilung, 21. Juli 2026. In der ersten Runde wurden 4.500 Megawatt ausgeschrieben. ↩︎ ↩︎
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Deutscher Bundestag, „Netzbetreiber erhalten Zuschuss zur Strompreissenkung“, Bericht über die Abstimmung vom 13. November 2025. ↩︎ ↩︎
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AG Energiebilanzen, „Bruttostromerzeugung in Deutschland nach Energieträgern“, Tabelle, Stand September 2026; Zahlen für 2025 vorläufig. Anteile und Differenzen: eigene Berechnung. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
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Electricity Maps, „Electricity Grid Review 2025“, Länderberichte für Deutschland, Polen, Tschechien, Bulgarien, Italien, Großbritannien, Spanien, Schweden und Finnland, abgerufen am 8. Oktober 2026. Stromaustausch: eigene Berechnung aus den Anteilen von Wind, Sonne und Biomasse an der Erzeugung (58,3 Prozent von 428,1 TWh) und am verbrauchten Strom (52,6 Prozent von 444,2 TWh) im Bericht für Deutschland. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
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Fraunhofer ISE, „German Public Electricity Generation in 2025: Wind and Solar Power Take the Lead For the First Time“, Pressemitteilung, 1. Januar 2026. ↩︎
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IEA Photovoltaic Power Systems Programme, „Snapshot of Global PV Markets 2026“, Bericht IEA-PVPS T1-49:2026, April 2026, S. 6. ↩︎
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Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, EEG in Zahlen: Vergütungen, Differenzkosten und EEG-Umlage 2000 bis 2022, Tabellenwerk, Stand 15. Oktober 2021, archivierte Fassung, Tabellen 1, 4 und 6. Für 2000 bis 2009 ist die Umlage der vom Ministerium nachträglich ermittelte Wert. ↩︎ ↩︎
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Erneuerbare-Energien-Gesetz vom 21. Juli 2004, Bundesgesetzblatt 2004 I S. 1918, § 11, archivierte Fassung. ↩︎
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Christoph Kost und andere, „Stromgestehungskosten Erneuerbare Energien“, Fraunhofer ISE, Juli 2024, S. 3. Photovoltaik auf Freiflächen 4,1 bis 6,9 Cent je Kilowattstunde, Windkraft an Land 4,3 bis 9,2 Cent. ↩︎ ↩︎
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Die vier Übertragungsnetzbetreiber, monatliche Übersichten des EEG-Kontos, netztransparenz.de, Übersichten für Dezember 2021 bis Dezember 2025, abgerufen am 8. Oktober 2026. Nettokosten je Jahr: eigene Berechnung, Ausgaben abzüglich aller Einnahmen außer der Umlage und den Zahlungen des Bundes. ↩︎ ↩︎
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Die vier Übertragungsnetzbetreiber, EEG-Finanzierung, netztransparenz.de, abgerufen am 8. Oktober 2026. ↩︎
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Bundesministerium der Finanzen, Bundeshaushaltsplan 2026, Einzelplan 60, Titel 683 07. ↩︎
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Deutscher Bundestag, „Etat 2027: KTF-Ausgaben steigen auf 38,9 Milliarden Euro“, heute im bundestag Nr. 646/2026, 17. August 2026. ↩︎
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Bundesregierung, „Energy prices: Relief for all“, englische Fassung, 17. Februar 2026. ↩︎
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Stephen Jarvis, Olivier Deschênes und Akshaya Jha, „The Private and External Costs of Germany’s Nuclear Phase-Out“, NBER Working Paper 26598, Dezember 2019. ↩︎
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Umweltbundesamt, Emissionsübersichten KSG-Sektoren 1990–2025, Tabellenwerk, März 2026. Industrie 180,1 Millionen Tonnen im Jahr 2021 und 144,1 Millionen im Jahr 2025; eigene Berechnung der Veränderung. ↩︎
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Francesco Chiacchio, Roberto A. De Santis, Vanessa Gunnella und Laura Lebastard, „How have higher energy prices affected industrial production and imports?“, Kasten im Wirtschaftsbericht der EZB, Ausgabe 1/2023. ↩︎
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Agora Energiewende, „Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2025“, Januar 2026, S. 15. ↩︎
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Expertenrat für Klimafragen, „Prüfbericht zur Berechnung der deutschen Treibhausgasemissionen für das Jahr 2025 und zu den Projektionsdaten 2026“, 18. Mai 2026. ↩︎
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Joachim Schleich und andere, „Greenhouse gas reductions in Germany—lucky strike or hard work?“, Climate Policy 1(3), 2001, S. 363–380. Zugrunde liegt der Bericht von Wolfgang Eichhammer und anderen, Umweltbundesamt, Climate Change 01/2001, Tabelle 4-1. ↩︎
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Bundesnetzagentur, Brunsbüttel – Großgartach (SuedLink), Vorhabenseite, abgerufen am 8. Oktober 2026. ↩︎
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Bundesnetzagentur, „Entwicklung des Netzengpassmanagements“, SMARD, abgerufen am 8. Oktober 2026. Gesamtkosten 1.279 Millionen Euro im Jahr 2019 und 3.058 Millionen Euro im Jahr 2025. ↩︎
-
Bundesregierung, „Entwurf eines Gesetzes für einen planbaren, kosteneffizienten, netzverträglichen und marktorientierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor“, Bundestagsdrucksache 21/7867, 7. September 2026, S. 162. ↩︎
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Bundesverband Wärmepumpe, Absatzzahlen, abgerufen am 8. Oktober 2026. ↩︎
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Kraftfahrt-Bundesamt, Bestand an Personenkraftwagen nach Quartalen, FZ 27, 1. Juli 2026, Tabelle FZ 27.9: 2.365.047 reine Elektroautos unter 49,7 Millionen Pkw. ↩︎
-
EWI, „EWI-Analyse: Elektrolysehochlauf in Deutschland verläuft stockend“, Pressemitteilung, 20. Januar 2026. ↩︎
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Manuel Frondel, Nolan Ritter, Christoph M. Schmidt und Colin Vance, „Economic impacts from the promotion of renewable energy technologies: The German experience“, Energy Policy 38(8), 2010, S. 4048–4056. Zahlen aus der Fassung als Arbeitspapier, Ruhr Economic Papers 156, S. 13: 716 Euro je Tonne für Solaranlagen des Baujahrs 2008, 54 Euro für Windkraft. ↩︎
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Claudio Marcantonini und A. Denny Ellerman, „The Implicit Carbon Price of Renewable Energy Incentives in Germany“, The Energy Journal 36(4), 2015, S. 205–240. Zahlen aus der Fassung als Arbeitspapier, EUI Working Paper RSCAS 2014/28, Tabellen 8 und 9: im Durchschnitt 537 Euro je Tonne für Solarstrom und 45 Euro für Windstrom in den Jahren 2006 bis 2010, bei einem Zertifikatspreis von 10,70 Euro. ↩︎
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Umweltbundesamt, „Emissionshandel: 21 Milliarden Euro fließen in den Klima- und Transformationsfonds“, Pressemitteilung Nr. 01/2026, 7. Januar 2026. Durchschnittlicher Auktionspreis 2025: 73,86 Euro je Tonne. ↩︎
-
Deutsche Welle, „Von der Leyen: Abkehr von Atomkraft war strategischer Fehler“, 10. März 2026. ↩︎
-
Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), „Auflistung kerntechnischer Anlagen in der Bundesrepublik Deutschland“, Anlagen in Stilllegung, Stand Juli 2026. ↩︎
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Jürgen Trittin, Antwort auf eine Bürgerfrage, abgeordnetenwatch.de, 14. Januar 2013. ↩︎