Am 1. Juni 2026 veröffentlichte das Statistische Bundesamt die Wanderungszahlen für 2025. Nach seiner Zählung zogen im einundzwanzigsten Jahr in Folge mehr Deutsche fort, als zurückkamen, und der Verlust war von 81.000 auf 97.000 gestiegen1. Am nächsten Morgen lieferte die Neue Zürcher Zeitung die Lesart, die sich festsetzte. 288.579 Deutsche seien ins Ausland gezogen, schrieb sie: „So viele wie noch nie“. Drei Viertel der Auswanderer hätten einen Hochschulabschluss, und um es drastisch zu sagen: „Deutschland verliert seine Leistungsträger“2. Neun Tage später sagte Alice Weidel von der AfD im Bundestag zur Bundesregierung, in deren erstem Amtsjahr seien „so viele deutsche Staatsbürger ausgewandert wie nie zuvor“3.
Die Daten sind offiziell und stammen vom Statistischen Bundesamt: Im Jahr 2019 meldete es, im Vorjahr seien 262.000 Deutsche ausgewandert4. Auch Ökonomen stellen die Behauptung auf. Im Januar schrieb der Chefvolkswirt der Landesbank LBBW, in zwanzig Jahren habe Deutschland „netto etwa eine Million Staatsbürger verloren“, und drei Viertel der Auswanderer seien Akademiker, deren Ausbildung der Steuerzahler bezahlt habe5. Die Befragung, aus der die drei Viertel stammen, hat ein Forschungsinstitut des Bundes durchgeführt6. Und 2014 fasste die Expertenkommission Forschung und Innovation, die die Bundesregierung berät, es so zusammen: „Deutschland verliert viele der besten Wissenschaftler durch Abwanderung“7.
Die Behauptung hat also vier Teile:
- Es gehen mehr Deutsche als je zuvor.
- Es gehen die am besten Ausgebildeten.
- Die Auswanderer kommen nicht zurück.
- Deshalb verliert das Land die Köpfe, deren Ausbildung es bezahlt hat.
Wir haben jeden Teil geprüft: an den Melderegistern, an den Wanderungs- und Arbeitskräftedaten von Eurostat für rund dreißig Länder, an der Befragung hinter den drei Vierteln, an den Publikationsdaten von Wissenschaftlern, an der Ärztestatistik der Bundesärztekammer und an der Auswanderungsstatistik zurück bis 1820. Die Zahl erweist sich als etwa doppelt so hoch, wie sie sein dürfte. Die Fortziehenden sind besser ausgebildet als die Daheimgebliebenen, aber weniger deutlich als behauptet, und unter dem Strich gewinnt das Land Akademiker hinzu. Was stimmt, ist die Richtung: Es gehen mehr Deutsche als vor zehn Jahren, es kommen weniger zurück, und keine Statistik erfasst, wer sie sind.
Eine Änderung 2016 in der Statistik führt zum Rekord
Die Zahl 288.579 ist richtig wiedergegeben8. Sie zählt Abmeldungen. Wer in Deutschland wohnt, muss seine Adresse bei der Meldebehörde anmelden, und die Wanderungsstatistik zählt jeden Fall, in dem die Anmeldung eines deutschen Staatsangehörigen mit einem Umzug ins Ausland endet, wie kurz der Aufenthalt auch ist9. Eine Anmeldung kann auch die Behörde selbst beenden, wenn sie feststellt, dass jemand nicht mehr unter der gemeldeten Adresse wohnt. Diese Person wird von Amts wegen abgemeldet, und das Ziel ist in der Regel unbekannt9.
Bis Ende 2015 blieben solche Fälle in der Wanderungsstatistik weitgehend unberücksichtigt, wenn es um Deutsche ging. Seit dem 1. Januar 2016 werden sie als Wanderungen über die Grenze verbucht9, in einer Tabellenzeile mit der Bezeichnung Ungeklärt / Ohne Angabe. Wir nennen sie im Folgenden die ungeklärten Fälle. Zwischen 2015 und 2016 stiegen die Fortzüge Deutscher von 138.273 auf 281.411, und diese Zeile stieg von 174 Fällen auf 150.67910. Das Amt erklärte den Sprung selbst, als es 2018 die Zahlen veröffentlichte: Lasse man die Menschen mit unbekanntem Aufenthalt unberücksichtigt, schrieb es, seien die Fortzüge um 5 Prozent auf 131.000 gesunken11. Hinter der Verdopplung der deutschen Auswanderung im Jahr 2016 standen keine zusätzlichen Auswanderer.
Dasselbe gilt für den Rekord von 2025. Von den 288.579 Fortzügen sind 134.804 ungeklärte Fälle, das sind 47 Prozent10. Der Qualitätsbericht des Amtes nennt es eine Annahme, sie als Fortzüge ins Ausland zu zählen, weil niemand wisse, ob sich diese Menschen in Deutschland oder außerhalb aufhalten. Analysen späterer Wiederanmeldungen zeigten, „dass es sich im Fall deutscher Staatsangehöriger oftmals um Personen handelt, die unangemeldet in Deutschland verblieben sind“9. Der Migrationsbericht der Bundesregierung sagt dasselbe in einer Fußnote12. Die Pressemitteilung vom 1. Juni nannte den Wanderungsverlust von 97.000 und erwähnte nichts davon1.
Für die Zahlen, die es an die Europäische Union liefert, korrigiert das Amt die Zählung der ungeklärten Fälle selbst. Im Jahr 2025 beschrieben zwei seiner Statistiker das Verfahren: Jedem Deutschen, der sich von unbekannt anmeldet, wird ein Deutscher zugeordnet, der nach unbekannt abgemeldet wurde, und das Paar gilt als Umzug innerhalb Deutschlands13. Im Jahr 2022 fielen so 90.652 der 127.550 Abmeldungen nach unbekannt weg. Nur der Rest, dem keine Anmeldung gegenübersteht, zählt als Auswanderung, was wiederum eine Annahme ist. Zieht man außerdem die Aufenthalte von weniger als einem Jahr ab, kommt die Schätzung für 2022 auf 156.826 ausgewanderte Deutsche; die nationale Statistik weist 268.167 aus13. Für 2024 hat Deutschland an Eurostat 151.286 gemeldet14.
Woher der Rekord kommt
Fortzüge deutscher Staatsangehöriger aus Deutschland pro Jahr. Der obere Teil jeder Säule ist die Zeile Ungeklärt / Ohne Angabe: Menschen, die ohne bekanntes Ziel von Amts wegen abgemeldet wurden. Sie zählen seit 2016 als Auswanderer und blieben davor weitgehend unberücksichtigt. Für 2008 bis 2010 weist das Statistische Bundesamt auf überhöhte Werte durch Registerbereinigungen hin.
Die Zahlen anzeigen
| Jahr | Fortzüge insgesamt | Ins Ausland | Ungeklärte Fälle | Ins Ausland je 1.000 Deutsche |
|---|---|---|---|---|
| 2000 | 111.244 | 103.131 | 8.113 | 1,38 |
| 2001 | 109.507 | 101.435 | 8.072 | 1,35 |
| 2002 | 117.683 | 106.967 | 10.716 | 1,42 |
| 2003 | 127.267 | 103.580 | 23.687 | 1,38 |
| 2004 | 150.667 | 114.720 | 35.947 | 1,53 |
| 2005 | 144.815 | 123.337 | 21.478 | 1,64 |
| 2006 | 155.290 | 135.848 | 19.442 | 1,81 |
| 2007 | 161.105 | 151.534 | 9.571 | 2,02 |
| 2008 | 174.759 | 174.606 | 153 | 2,33 |
| 2009 | 154.988 | 154.830 | 158 | 2,07 |
| 2010 | 141.000 | 140.961 | 39 | 1,89 |
| 2011 | 140.132 | 139.377 | 755 | 1,88 |
| 2012 | 133.232 | 132.230 | 1.002 | 1,79 |
| 2013 | 140.282 | 137.950 | 2.332 | 1,87 |
| 2014 | 148.636 | 148.565 | 71 | 2,02 |
| 2015 | 138.273 | 138.099 | 174 | 1,88 |
| 2016 | 281.411 | 130.732 | 150.679 | 1,78 |
| 2017 | 249.181 | 117.636 | 131.545 | 1,61 |
| 2018 | 261.851 | 125.684 | 136.167 | 1,72 |
| 2019 | 270.294 | 124.949 | 145.345 | 1,72 |
| 2020 | 220.239 | 95.767 | 124.472 | 1,32 |
| 2021 | 247.829 | 118.745 | 129.084 | 1,64 |
| 2022 | 268.167 | 143.763 | 124.404 | 2,00 |
| 2023 | 265.035 | 139.351 | 125.684 | 1,95 |
| 2024 | 269.986 | 141.393 | 128.593 | 1,98 |
| 2025 | 288.579 | 153.775 | 134.804 | 2,16 |
Eine Reihe, die sich über die Jahre vergleichen lässt, muss die ungeklärten Fälle weglassen, wie es das Amt 2018 tat. So gerechnet zogen 153.775 Deutsche im Jahr 2025 ins Ausland, das sind 2,2 je 1.000 deutsche Staatsangehörige (eigene Berechnung)1015. Das sind 11 Prozent mehr als 2015 und 10 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2015. In einer Reihe, die 1954 beginnt, lagen nur 2008 und 2009 höher8, und beide Jahre kennzeichnet das Amt als überhöht: Nach der Einführung der Steuer-Identifikationsnummer wurden die Melderegister bereinigt, was zu zahlreichen Abmeldungen von Amts wegen führte, deren Umfang sich nach seinen Angaben nicht ermitteln lässt9. Möglich ist also, dass 2025 mehr Deutsche ins Ausland zogen als in jedem früheren Jahr. Wenn das der Rekord ist, liegt er bei rund 154.000 und ein Zehntel über dem Stand von vor zehn Jahren. Die Zahl in den Schlagzeilen besagt, der Stand habe sich verdoppelt.
Die Register irren auch in die andere Richtung. Manche Menschen gehen, ohne sich abzumelden, und wenn sie später von Amts wegen abgemeldet werden, landen sie bei den ungeklärten Fällen. Der Zensus 2022 korrigierte die amtliche Bevölkerungszahl um rund 1,2 Millionen Menschen aller Staatsangehörigkeiten nach unten9. Die Schätzung des Amtes für die EU, die die Fälle ohne Gegenstück hinzunimmt und die kurzen Aufenthalte abzieht, kommt ebenfalls auf etwa 150.000. Die Zahl der Deutschen, die in einem Jahr gehen, liegt also irgendwo zwischen 150.000 und 290.000, und die eigenen Befunde des Amtes sprechen für das untere Ende.
Mit der Million verhält es sich ebenso. Nach der amtlichen Zählung hat Deutschland von 2005 bis 2024 netto 1,03 Millionen Staatsbürger verloren. Ohne die ungeklärten Fälle sind es 544.000 (eigene Berechnung)10.
Weniger als bei den Nachbarn
Eurostat erhebt die Auswanderung in allen Mitgliedstaaten nach einer einheitlichen Definition: ein Umzug ins Ausland für mindestens zwölf Monate13. Nach dieser Definition wanderten in den Jahren 2022 bis 2024 jährlich 2,1 von 1.000 deutschen Staatsangehörigen aus. Unter den 30 europäischen Ländern mit vollständigen Angaben liegt Deutschland auf Platz 23. In Rumänien betrug die Rate 9,0, in Irland 6,8, in der Schweiz 4,7, in Polen 3,8, in Schweden 3,7, in Spanien 3,2, in Frankreich 2,9 und in Italien 2,2 (eigene Berechnung)1416.
Wanderungszahlen hängen davon ab, wie gut ein Land Fortzüge erfasst, und manche erfassen sie schlecht: Tschechien meldet 0,4 je 1.000. Belastbarer ist ein Vergleich, der die Ausgewanderten dort zählt, wo sie leben. Die Vereinten Nationen addieren dafür die Volkszählungen und Register der Zielländer. Im Jahr 2024 lebten rund 4,3 Millionen in Deutschland Geborene im Ausland, das sind 5,1 Prozent der Bevölkerung Deutschlands. Im Jahr 1990 waren es 4,9 Prozent17. Damit liegt Deutschland im westeuropäischen Mittelfeld: Für Großbritannien beträgt der Anteil rund 7 Prozent, für die Schweiz 5,7, für Italien 5,0, für Österreich 4,7 und für Frankreich 3,8. Weit darüber liegen Polen mit 11,9, Irland mit 13,6, Portugal mit 17,3 und Rumänien mit 24,1 Prozent (eigene Berechnung)17. Selbst diese Zählung lässt die Behauptung besser aussehen, als sie ist. Die UN zählen 1,14 Millionen in Deutschland Geborene in den Vereinigten Staaten, die amerikanische Volkszählung dagegen 520.000 im Ausland geborene Einwohner aus Deutschland, weil sie nur zählt, wer bei der Geburt kein amerikanischer Staatsbürger war171819. Die Differenz dürften zu einem großen Teil Kinder amerikanischer Soldaten sein.
Andere Länder führen dieselbe Debatte. Das britische Statistikamt schätzt, dass 246.000 britische Staatsangehörige im Jahr 2025 fortzogen und der Wanderungsverlust 136.000 betrug20. Frankreich verlor im Jahr 2022 insgesamt 193.000 Menschen, die keine Einwanderer waren, und bekam 115.000 zurück21. Italien zählte 109.000 fortziehende Staatsbürger im Jahr 2025 nach 141.000 im Jahr davor, und sein Statistikamt beziffert den Wanderungsverlust an italienischen Akademikern zwischen 25 und 34 Jahren für 2019 bis 2024 auf 78.00022.
In der Behauptung geht es um Akademiker, und auch dafür gibt es einen Vergleich. Die Arbeitskräfteerhebung der EU zählt die Bürger jedes Mitgliedstaats, die in einem anderen Land der EU oder der EFTA (Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein) leben, nach Bildungsabschluss. Im Jahr 2025 waren das 784.000 Deutsche im Erwerbsalter, von denen 437.000 einen Hochschulabschluss hatten23. Gemessen an den 13,7 Millionen Akademikern unter den deutschen Staatsangehörigen im Inland leben 3,1 Prozent der deutschen Akademiker im Erwerbsalter anderswo in der EU oder der EFTA (eigene Berechnung)2324. Unter 25 Ländern liegt Deutschland auf Platz 18. Der Anteil beträgt 16,1 Prozent für Rumänien, 13,6 für Kroatien, 7,0 für Italien, 4,9 für Österreich, 4,4 für Polen und 3,2 für die Niederlande; Frankreich steht bei 2,3. Der deutsche Anteil lag 2015 bei 2,9 Prozent und hat sich seither kaum bewegt.
Wenige verlassen Deutschland, und wenige kehren zurück
Staatsangehörige des jeweiligen Landes, die für ein Jahr oder länger ausgewandert sind, je 1.000 Staatsangehörige und Jahr im Durchschnitt von 2022 bis 2024; und wie viele auf je 100 Fortgezogene zurückkamen. Die sechzehn bevölkerungsreichsten der 30 Länder mit vollständigen Angaben; die Tabelle enthält alle.
Die Zahlen anzeigen
| Land | Fortgezogen je 1.000 Staatsangehörige im Jahr | Zurückgekehrt je 100 Fortgezogene | Nettoverlust je 1.000 Staatsangehörige im Jahr |
|---|---|---|---|
| Luxemburg | 9,3 | 54 | 4,3 |
| Rumänien | 9,0 | 108 | −0,7 |
| Liechtenstein | 7,1 | 99 | 0,1 |
| Kroatien | 6,9 | 44 | 3,9 |
| Irland | 6,8 | 98 | 0,2 |
| Island | 6,2 | 86 | 0,9 |
| Lettland | 5,9 | 91 | 0,5 |
| Estland | 5,1 | 104 | −0,2 |
| Schweiz | 4,7 | 72 | 1,3 |
| Litauen | 4,0 | 174 | −2,9 |
| Polen | 3,8 | 61 | 1,5 |
| Griechenland | 3,8 | 119 | −0,7 |
| Ungarn | 3,8 | 106 | −0,2 |
| Schweden | 3,7 | 48 | 1,9 |
| Malta | 3,7 | 146 | −1,7 |
| Dänemark | 3,3 | 104 | −0,1 |
| Spanien | 3,2 | 107 | −0,2 |
| Belgien | 3,0 | 52 | 1,4 |
| Slowenien | 3,0 | 73 | 0,8 |
| Frankreich | 2,9 | 74 | 0,8 |
| Niederlande | 2,9 | 84 | 0,5 |
| Italien | 2,2 | 55 | 1,0 |
| Deutschland | 2,1 | 49 | 1,1 |
| Österreich | 2,1 | 61 | 0,8 |
| Norwegen | 2,0 | 75 | 0,5 |
| Zypern | 1,7 | 173 | −1,3 |
| Bulgarien | 1,7 | 164 | −1,1 |
| Finnland | 1,7 | 79 | 0,4 |
| Slowakei | 0,8 | 83 | 0,1 |
| Tschechien | 0,4 | 63 | 0,2 |
Die Erhebung endet an den Grenzen von EU und EFTA. Die OECD hat die Ausgewanderten in allen ihren Mitgliedsländern gezählt, die Vereinigten Staaten und Großbritannien eingeschlossen. Sie kam für 2015/16 auf rund 1,4 Millionen in Deutschland geborene Akademiker im Ausland und bezifferte die Auswanderungsrate hochqualifizierter Deutscher auf 6,3 Prozent. Für Großbritannien waren es 8,8, für Italien 7,2, für Polen 12,625. Die Zählung stammt aus einem Arbeitspapier, und seine Rate lässt sich mit dem Wert aus der Arbeitskräfteerhebung nicht vergleichen, aber in beiden Zählungen liegt Deutschland unter Italien und Polen.
Hinter der Verdopplung der deutschen Auswanderung im Jahr 2016 standen keine zusätzlichen Auswanderer.
Wer geht
Keine deutsche Statistik erfasst, wer geht. Auf die Frage, welche Qualifikationen Deutschlands Auswanderer haben, antwortete die Bundesregierung 2024, die Wanderungsstatistik enthalte „weder Angaben zum Erwerbsstatus noch zur Qualifikation“26. Der Migrationsbericht der Bundesregierung sagt dasselbe und ergänzt, aus den Zahlen sei nicht ersichtlich, wie viele der fortziehenden Deutschen Eingebürgerte sind, die in das Land ziehen, dessen Staatsangehörigkeit sie früher hatten oder noch haben12.
Die Behauptung, drei Viertel der deutschen Auswanderer seien Akademiker, geht auf die German Emigration and Remigration Panel Study zurück, eine Befragung deutscher Aus- und Rückwanderer. Die Forscher zogen 26.273 Namen aus den Registern von 81 Gemeinden: deutsche Staatsangehörige zwischen 20 und 70 Jahren, die sich zwischen Juli 2017 und Juni 2018 ins Ausland abgemeldet hatten. Sie erreichten weniger als zwei Drittel von ihnen, und 4.616 füllten den Fragebogen aus, das sind 17,6 Prozent27. Von diesen Befragten hatten 76 Prozent einen Hochschulabschluss6. Gewichtet auf die Registerstichprobe sind es 72 Prozent, gegenüber 26 Prozent der im Land gebliebenen Deutschen28.
Die Stichprobe ließ planmäßig alle aus, die von Amts wegen abgemeldet worden waren. Das Handbuch der Studie zählt für das Jahr 2018 insgesamt 137.972 solche Fortzüge Deutscher29, mehr als die Hälfte der 261.851 in der Statistik jenes Jahres8. Die drei Viertel beschreiben also das Sechstel einer Stichprobe, das geantwortet hat, und die Stichprobe stammt aus jener Hälfte der amtlich Gezählten, die sich selbst abgemeldet hat. Die Forscher schreiben das in ihrem Methodenkapitel. Berichte, die die 76 Prozent neben die 288.579 stellen, lassen es weg.
Es gibt eine unabhängige Gegenprobe aus den Zielländern. In den Arbeitskräfteerhebungen der anderen EU- und EFTA-Länder haben 56 Prozent der dort lebenden Deutschen im Erwerbsalter einen Hochschulabschluss, gegenüber 32 Prozent der deutschen Staatsangehörigen im Inland (eigene Berechnung)2324. Gezählt sind dabei alle, die im Ausland leben, und nicht die Fortgezogenen eines Jahres, aber das Ergebnis weist in dieselbe Richtung: Akademiker sind unter den Deutschen im Ausland stark überrepräsentiert, wenn auch weniger, als die Befragung nahelegt. Dasselbe Muster zeigen Franzosen (63 Prozent im Ausland, 40 im Inland) und Italiener (40 und 21). Umgekehrt ist es bei Polen (31 und 34) und Rumänen (15 und 17). Aus den reicheren Ländern eines Freizügigkeitsraums gehen eher diejenigen fort, die ein ausländischer Arbeitgeber einstellen würde. Andersherum betrachtet ist die Gruppe klein: Von den Deutschen, die zwischen 1993 und 2005 ihr Studium abschlossen, arbeiteten fünf Jahre nach dem Abschluss 5,2 Prozent im Ausland30.
Gefragt wurde auch nach den Gründen. Von den Ausgewanderten nannten 58 Prozent den eigenen Beruf als sehr wichtigen Grund, 45 Prozent den Lebensstil, 29 Prozent den Beruf des Partners und 26 Prozent das Geld. Unzufriedenheit mit dem Leben in Deutschland war für 17 Prozent ein sehr wichtiger Grund31. Vollzeitbeschäftigte verdienten etwa ein Jahr nach dem Umzug im Schnitt 1.186 Euro netto im Monat mehr, während jene, die in Deutschland blieben, 87 Euro hinzugewannen6. Das Medianalter der Auswanderer lag bei 32 Jahren, das der im Land Gebliebenen bei 4928.
Die Register liefern, was die Befragung nicht liefern kann, denn sie erfassen alle. Von allen Deutschen, die 2025 als fortgezogen verbucht wurden, die ungeklärten Fälle eingeschlossen, war die Hälfte zwischen 25 und 49 Jahre alt, jeder Sechste war ein Kind, und 7 Prozent waren 65 oder älter (eigene Berechnung)32. Die größten bekannten Zielländer waren die Schweiz mit 22.730, Österreich mit 13.549, Spanien mit 9.676 und die Vereinigten Staaten mit 8.860 Fortzügen10. Die klassischen Ziele eines Braindrains haben an Gewicht verloren. Im Jahr 2008 zogen 15.436 Deutsche in die Vereinigten Staaten und 10.706 nach Großbritannien; im Jahr 2025 zogen 4.444 nach Großbritannien10. Das Statistische Bundesamt selbst hielt im Juni fest, die Fortzüge in die Vereinigten Staaten seien, die Pandemiejahre ausgenommen, „auf den tiefsten Stand der vergangenen 20 Jahre“ gesunken33. Andere Ziele sind von niedrigem Niveau aus gewachsen. Zwischen 2019 und 2025 stiegen die Fortzüge in die Vereinigten Arabischen Emirate von 996 Deutschen im Jahr auf 3.410, nach Thailand von 1.711 auf 2.894 und nach Portugal von 1.546 auf 2.63410.
Nicht alles davon hat mit dem Arbeitsmarkt zu tun. Von den Deutschen, die 2024 in die Schweiz zogen, waren 63 Prozent zwischen 25 und 49 Jahre alt, und 2 Prozent waren 65 Jahre oder älter. Unter denen, die nach Spanien zogen, waren es 11 Prozent, unter denen, die nach Thailand zogen, 19 Prozent12. Aus der Türkei ziehen so viele Deutsche zu, wie dorthin fortziehen, im Jahr 2025 rund 5.400 in jeder Richtung, und ein Drittel derer, die 2024 in die Türkei zogen, waren Kinder1012. Mindestens 6 Prozent aller Deutschen, die 2025 als fortgezogen verbucht wurden, sind im Ausland geboren; der wahre Anteil ist höher und unbekannt (eigene Berechnung)8.
Wer zurückkommt
Viele kommen zurück. Auf je 100 Deutsche, die 2025 ins Ausland zogen, kamen 61, die aus dem Ausland zuzogen10. Aber der Saldo ist negativ und gewachsen. Lässt man die ungeklärten Fälle auf beiden Seiten weg, lag der Wanderungsverlust 2025 bei 60.651 Personen. Im Jahr 2015 waren es 17.571, und in den Jahren 2017 und 2020 lag er nahe null (eigene Berechnung). Etwa ein Drittel des Verlusts von 2025 entfiel auf zwei Nachbarn: 14.159 auf die Schweiz und 6.699 auf Österreich10.
Es ist die zweite Welle dieser Art in zwanzig Jahren. Von 2006 bis 2009 lag der Wanderungsverlust zwischen 41.000 und 67.000 im Jahr, und er löste denselben Alarm aus. Im Oktober 2006 schrieb die FDP-Fraktion in einer Großen Anfrage an die Bundesregierung, ausgewandert seien Deutsche schon immer, „allerdings waren die Zahlen noch nie so hoch“, und die Auswanderer seien zumeist jung und sehr gut ausgebildet34. Im Jahrzehnt danach schrumpfte der Verlust auf fast nichts.
Die beiden Wellen unterscheiden sich. Im Jahr 2008 ging der Verlust auf die Fortzüge zurück: 174.606 Deutsche zogen ins Ausland, und 107.638 zogen zu. Im Jahr 2025 zogen weniger fort, 153.775, und weniger zu, 93.124. Die Zuzüge fielen zwischen 2019 und 2021, in der Pandemie, um etwa ein Fünftel und haben sich nicht erholt, während die Fortzüge in vier der fünf Jahre seither gestiegen sind10.
Die Fortzüge sind wieder gestiegen, die Zuzüge nicht
Fortzüge deutscher Staatsangehöriger ins Ausland und Zuzüge aus dem Ausland pro Jahr, ohne die ungeklärten Fälle. Für 2008 bis 2010 weist das Statistische Bundesamt auf überhöhte Werte durch Registerbereinigungen hin, und die Zuzüge hält es erst seit 2020 für eine vergleichbare Reihe. Die Skala beginnt bei 80.000.
Die Zahlen anzeigen
| Jahr | Fortzüge ins Ausland | Zuzüge aus dem Ausland | Zuzüge je 100 Fortzüge |
|---|---|---|---|
| 2006 | 135.848 | 94.326 | 69 |
| 2007 | 151.534 | 101.805 | 67 |
| 2008 | 174.606 | 107.638 | 62 |
| 2009 | 154.830 | 114.146 | 74 |
| 2010 | 140.961 | 114.263 | 81 |
| 2011 | 139.377 | 115.450 | 83 |
| 2012 | 132.230 | 113.988 | 86 |
| 2013 | 137.950 | 117.061 | 85 |
| 2014 | 148.565 | 121.979 | 82 |
| 2015 | 138.099 | 120.528 | 87 |
| 2016 | 130.732 | 115.453 | 88 |
| 2017 | 117.636 | 115.181 | 98 |
| 2018 | 125.684 | 113.563 | 90 |
| 2019 | 124.949 | 112.794 | 90 |
| 2020 | 95.767 | 99.636 | 104 |
| 2021 | 118.745 | 92.164 | 78 |
| 2022 | 143.763 | 95.356 | 66 |
| 2023 | 139.351 | 96.330 | 69 |
| 2024 | 141.393 | 92.866 | 66 |
| 2025 | 153.775 | 93.124 | 61 |
Wie viel von dem fehlenden Fünftel echt ist, bleibt unsicher. Die Schweizer Register bestätigen den Rückgang für die Schweiz. Im Jahr 2015 zählten sie 16.181 deutsche Staatsangehörige, die das Land verließen, im Jahr 2025 waren es 11.978, während die Zahl der Zuziehenden von 22.896 auf 26.434 stieg. Der Schweizer Wanderungsgewinn an Deutschen wuchs von 6.715 auf 14.456, was fast genau dem Verlust im deutschen Register entspricht3510. Trotzdem ist das weniger als die Hälfte des Höchststands von 2008, als der Schweizer Gewinn 34.153 betrug36. Das österreichische Register bestätigt ihn nicht. Ihm zufolge verlassen mehr Deutsche Österreich als vor zehn Jahren, 12.224 gegenüber 10.606, und der Wanderungsgewinn lag im Jahr 2025 wie im Jahr 2015 bei rund 6.400 Deutschen, während sich der Verlust im deutschen Register verdoppelt hat3710. Auch die Eurostat-Zahlen für Spanien und die Niederlande zeigen für 2024 mehr fortziehende Deutsche als für 201514. Und ein Deutscher, der von Amts wegen abgemeldet wurde und sich später wieder anmeldet, wird als Zuzug von unbekannt verbucht, wo immer er gewesen ist; ein Teil der echten Rückkehrer steht also bei den ungeklärten Fällen912. Das Amt selbst hält die Zuzüge Deutscher erst seit 2020 für eine vergleichbare Reihe9.
Der Bestand im Ausland steht außer Zweifel. Ende 2010 lebten in der Schweiz 263.271 Deutsche, Ende 2025 waren es 336.44635. In Österreich waren es 75.262 zu Beginn des Jahres 2002 und 242.272 zu Beginn des Jahres 202638.
Nach der Zwölf-Monats-Definition von Eurostat kamen in den Jahren 2022 bis 2024 auf je 100 fortgezogene Deutsche 49 Rückkehrer. Das ist das drittniedrigste Verhältnis unter 30 Ländern, nach Kroatien und Schweden. Netto verlor Deutschland im Jahr 1,1 Staatsbürger je 1.000, die siebthöchste Rate (eigene Berechnung)143916. Auch diese Rangfolge hängt an den ungeklärten Fällen, denn der deutsche Wert zählt die Fälle ohne Gegenstück als Auswanderer, die definitionsgemäß nie zurückkehren. Ohne die ungeklärten Fälle liegt das Verhältnis für diese drei Jahre bei 67 je 100; das wäre niedrig, aber nicht mehr nahe am Tabellenende. Wie schlecht Deutschland im Vergleich darin abschneidet, seine Bürger zurückzubekommen, hängt also an 30.000 bis 37.000 Menschen im Jahr, deren Aufenthalt niemand kennt.
Nur eine Minderheit der Ausgewanderten will fortbleiben. In der Panelstudie wollten 22 Prozent für immer im Ausland bleiben, 50 Prozent wollten zurückkehren, und 28 Prozent hatten sich nicht entschieden40. Die Zusammenfassung des Instituts machte daraus 69 Prozent, die nur einen vorübergehenden Aufenthalt planten; das ist der Anteil unter denen, die sich entschieden hatten (eigene Berechnung)6. Was sie taten, lässt sich schwerer feststellen. Die veröffentlichten Interviewzahlen des Panels legen nahe, dass knapp drei von zehn der im Ausland Lebenden drei Jahre später zurückgekehrt waren. Das Panel verlor unterwegs aber mehr als die Hälfte seiner Teilnehmer; die Zahl ist also grob (eigene Berechnung)41.
Die Rückkehrer sind nicht ganz dieselben Leute wie die Fortgezogenen. Nach einer Schätzung der OECD anhand der Arbeitskräfteerhebungen waren 48 Prozent der Deutschen, die 2012 in ein anderes EU- oder EFTA-Land zogen, hochqualifiziert; unter den Rückkehrern waren es 32 Prozent42. In der Panelstudie ist der Abstand kleiner, 76 Prozent der Fortgezogenen gegenüber 69 Prozent der Rückkehrer43, aber er bleibt, wenn man Alter, Familie und Einkommen berücksichtigt. Jedes zusätzliche Bildungsjahr senkte die Wahrscheinlichkeit, unter den Rückkehrern zu sein, das bestbezahlte Drittel kehrte seltener zurück, und bei Beschäftigten in IT und Naturwissenschaften lag die Wahrscheinlichkeit 13 Prozentpunkte niedriger als in kaufmännischen Berufen44. Die Autoren kommen zu dem Schluss, die Sorge vor einem Braindrain sei übertrieben, und benennen selbst die Befunde, die in die andere Richtung weisen: das niedrigere Bildungsniveau der Rückkehrer, ihr niedrigeres Nettoeinkommen und ihre Beschäftigung in bestimmten Berufsfeldern44.
Zwei Forscher des Panels haben dessen Antworten auf alle Aus- und Rückwanderer des Jahres 2018 hochgerechnet, um zu sehen, was das Ungleichgewicht an Arbeitskräften kostet. Der Nettoverlust betrug rund 2.700 Beschäftigte in der Unternehmensorganisation, 2.500 in der IT, 2.200 im Finanzwesen und 2.100 in Medizin und Gesundheit. In diesem Tempo verlöre das Gesundheitswesen in zehn Jahren 0,7 Prozent seiner Beschäftigten und die IT 1,9 Prozent45. Es ist die einzige Schätzung über Berufsfelder hinweg, und sie beruht auf einer Stichprobe, die die Hälfte der verbuchten Fortzüge abdeckt.
Die andere Richtung
Ein Braindrain ist eine Nettogröße, und die Behauptung zählt nur eine Richtung. Im Jahr 2015 lebten rund 1,96 Millionen im Ausland geborene Akademiker im Erwerbsalter in Deutschland. Im Jahr 2025 waren es 3,68 Millionen (eigene Berechnung nach der Arbeitskräfteerhebung)46. Dem stehen die 437.000 deutschen Akademiker im übrigen Gebiet von EU und EFTA gegenüber und die 1,4 Millionen in Deutschland geborenen Akademiker, die die OECD in allen ihren Mitgliedsländern fand. Nicht jeder ausländische Abschluss ist auf dem Arbeitsmarkt so viel wert wie ein deutscher, und viele dieser Akademiker haben ihren Abschluss in Deutschland gemacht. Aber die Richtung steht außer Zweifel, und der Überschuss ist gewachsen.
Akademiker herein, Akademiker hinaus
Menschen mit Hochschulabschluss: in den ersten beiden Zählungen 15 bis 64 Jahre alt, in der dritten 15 Jahre und älter. Die Zahlen stammen aus verschiedenen Quellen und Jahren und lassen sich nur grob vergleichen.
Deutschland hält außerdem ungewöhnlich viele der Studenten, die es ins Land holt. Von den Ausländern, die zwischen 2006 und 2012 ihren ersten Aufenthaltstitel zum Studium erhielten, lebten nach fünf Jahren 55 Prozent weiterhin im Land und nach zehn Jahren 46 Prozent47. Im Vergleich der OECD hielt nur Kanada ebenso viele48. Von den Inhabern einer Blauen Karte EU, des Aufenthaltstitels für hoch bezahlte Fachkräfte, lebten nach fünf Jahren 83 Prozent weiterhin in Deutschland47.
Viele von denen, die kommen, gehen wieder. Im Jahr 2025 wurden 956.363 ausländische Staatsangehörige ins Ausland abgemeldet, mehr als dreimal so viele wie Deutsche8. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung befragte im Winter 2024/25 mehr als 40.000 Eingewanderte im Erwerbsalter. Ein Viertel hatte im Jahr davor darüber nachgedacht, Deutschland zu verlassen, und 3 Prozent hatten konkrete Pläne49. Unter denen mit Master oder Promotion waren es 35 und 4 Prozent, und der Bericht fasst zusammen: „Höherqualifizierte äußern deutlich häufiger Auswanderungsüberlegungen und konkrete Auswanderungspläne“49. Ein Jahr später hatten 2,6 Prozent der Befragten das Land verlassen50. Die Auslese, die bei Deutschen Sorgen macht, wirkt auch unter Eingewanderten. Falls Deutschland ein Problem damit hat, Qualifizierte zu halten, dann ist das keine Frage des deutschen Passes.
Die Spitze der Verteilung
Die stärkste Fassung der Behauptung handelt von Qualität: Die Allerbesten gingen, und wer komme oder zurückkehre, sei nicht so gut. Das meinte die Expertenkommission 2014. Ihr Beleg war eine Zählung von Wissenschaftlern nach den Adressen auf ihren Veröffentlichungen: Zwischen 1996 und 2011 hatten 23.460 publizierende Wissenschaftler Deutschland verlassen, und 19.521 waren gekommen. Die Kommission folgerte: „Die Besten wandern ab, kehren aber nur selten nach Deutschland zurück“7.
Der Befund zur Qualität war dünner als der Satz. Verglichen wurde der Impactfaktor der Zeitschriften, in denen jede Gruppe veröffentlichte: 1,212 für die Abgewanderten, 1,202 für die neu Zugewanderten, 1,168 für die Rückkehrer und 1,030 für jene, die nie ins Ausland gegangen waren7. Der Abstand zwischen Abgewanderten und Zugewanderten betrug ein Hundertstel. Zwei spätere Momentaufnahmen der OECD, für 2013 und 2016, sahen Deutschlands Zugewanderte vor den Abgewanderten51.
Zehn Jahre später zählte dieselbe Kommission erneut und kehrte ihren Befund zu den Zahlen um: „Deutschland ist zum Nettoempfängerland für publizierende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geworden“52. Für die Jahre 2005 bis 2020 ermittelte sie einen Nettozuzug von mehr als 5.400 Autoren52. Die aktuelle Datenbank der OECD zeigt einen kleinen Nettoverlust in den Jahren 2011, 2012 und 2015 und seither in jedem Jahr einen Nettogewinn, rund 1.100 Autoren im Jahr 2023 und 800 im Jahr 202453. Ein Teil der Wende geht auf Revisionen zurück. Die OECD hat die Reihe mehr als einmal neu berechnet. Für 2008 wies sie in ihrer Ausgabe von 2017 einen Verlust von 1.119 Autoren aus; in den Zahlen, die die Kommission verwendete, sind es 6035152.
Wissenschaftler: Der Saldo hat sich gedreht
Wissenschaftliche Autoren, die pro Jahr nach Deutschland kamen oder zurückkehrten, abzüglich derer, die gingen, abgelesen an den Adressen auf ihren Veröffentlichungen. Frühere Ausgaben derselben Reihe zeigten für die Jahre vor 2016 größere Verluste.
Die Zahlen anzeigen
| Jahr | Saldo wissenschaftlicher Autoren |
|---|---|
| 2011 | −148 |
| 2012 | −9 |
| 2013 | +40 |
| 2014 | +285 |
| 2015 | −105 |
| 2016 | +156 |
| 2017 | +283 |
| 2018 | +425 |
| 2019 | +404 |
| 2020 | +549 |
| 2021 | +794 |
| 2022 | +1.004 |
| 2023 | +1.094 |
| 2024 | +811 |
Den Rest nahm der zweite Bericht nicht zurück. Er schreibt: „Jedoch verliert das deutsche Wissenschafts- und Innovationssystem in der Breite nach wie vor Humankapital“52. Gegenüber den Vereinigten Staaten, der Schweiz und Großbritannien stellt er einen deutlichen Nettowegzug fest, und die Zahlen der OECD für 2010 bis 2024 stimmen für zwei der drei Länder damit überein: Deutschland verlor netto 2.755 Autoren an die Schweiz und 1.287 an die Vereinigten Staaten und gewann 806 aus Großbritannien54. Auf 100 Autoren, die Deutschland zwischen 2005 und 2020 verließen, kamen 44 Rückkehrer52. Und in der Studie hinter dem Bericht veröffentlichten die Abgewanderten wie 2014 in höher eingestuften Zeitschriften als die Zugewanderten; dieselbe Studie stellt allerdings fest, dass mehr als ein Viertel der Rückkehrer zu den meistzitierten Forschern ihres Fachs gehört55.
Bei den Professoren ist die Abwanderung am sichtbarsten. Im Jahr 2023 beschäftigten die Hochschulen der Schweiz, Österreichs und der Niederlande 2.508 deutsche Professoren, zehn Jahre zuvor waren es 1.818. Alle deutschen Hochschulen zusammen beschäftigten im Jahr 2024 rund 4.200 Professoren mit ausländischem Pass, das sind 8 Prozent aller Professoren5657.
Bei den Ärzten läuft es umgekehrt. Die Bundesärztekammer zählt die Ärzte, die in Deutschland tätig waren und ins Ausland gingen: 2.234 im Jahr 2025, darunter 1.236 deutsche Staatsangehörige58. Das ist ein halbes Prozent der in Deutschland berufstätigen Ärzte. Im Jahr 2011, dem Jahr des Höchststands, waren es 3.410 oder 1 Prozent58. Die Zählung der Kammer ist vermutlich zu niedrig: Die Schweiz meldete für das Jahr 2024 insgesamt 1.075 neu zugezogene Ärzte mit deutscher Ausbildung, während die Kammer 675 Fortzüge dorthin zählte5958. Die Wanderung in der Gegenrichtung ist nach jeder Zählung größer. Die OECD verzeichnet 10.962 im Ausland ausgebildete Ärzte, die im Jahr 2024 in Deutschland zu arbeiten begannen, das Fünffache dessen, was die Kammer in jenem Jahr an Fortzügen zählte, und die Zahl der in Deutschland tätigen ausländischen Ärzte ist von 24.595 im Jahr 2011 auf 71.480 gestiegen5958.
Falls Deutschland ein Problem damit hat, Qualifizierte zu halten, dann ist das keine Frage des deutschen Passes.
Wie ein Braindrain aussieht
Der Ausdruck stammt aus Großbritannien, wo ihn 1963 eine Zeitung für Wissenschaftler prägte, die nach Amerika gingen60. Abwanderung in großem Stil gab es in Deutschland schon lange davor, und an ihr lässt sich die heutige messen. Im Jahr 1854 verließen 239.246 Menschen die deutschen Staaten in Richtung Übersee, das waren 6,6 je 1.000 Einwohner. Im Jahr 1881 waren es 220.902 oder 4,9 je 1.0006162. Die meisten blieben fort: In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg, als die Rückkehr so leicht war wie nie zuvor, zählte die amerikanische Statistik 18 Rückwanderer nach Deutschland auf je 100 Zuwanderer von dort (eigene Berechnung)63. Die Debatte über verlorene Talente ist so alt wie die Abwanderung. Der Statistiker Friedrich Burgdörfer schrieb 1931, Deutschland habe durch die Auswanderung Millionen gesunder, tüchtiger, wagemutiger und schöpferischer Menschen im leistungsfähigsten Alter verloren61. Eine Studie über das Kurhessen des 19. Jahrhunderts ergab, dass Handwerker unter den Auswanderern tatsächlich überrepräsentiert waren, Bauern und Tagelöhner dagegen unterrepräsentiert64.
Heute und früher
Fortgezogene in einem Jahr je 1.000 Einwohner; für 2008 und 2025 je 1.000 deutsche Staatsangehörige. Die Zeilen für 1854, 1881, 1923 und 1952 zählen nur die Überseeauswanderung, fast durchweg ohne Rückkehr. Wo ein Balken zwei Teile hat, reicht der zweite bis zur höheren von zwei Zählungen.
Die Zahlen anzeigen
| Jahr | Was gezählt wird | Je 1.000 Einwohner (2008 und 2025: deutsche Staatsangehörige) |
|---|---|---|
| 1854 | Überseeauswanderung, das Spitzenjahr | 6,6 |
| 1881 | Überseeauswanderung, Spitze der zweiten Welle | 4,9 |
| 1923 | Überseeauswanderung im Jahr der Hyperinflation | 1,9 |
| 1939 | jüdische Flüchtlinge, das Spitzenjahr | 1,1 |
| 1952 | Westdeutsche nach Übersee, Nachkriegsspitze | 1,9 |
| 1950–61 | Ostdeutsche in den Westen, Jahresdurchschnitt | 12,2–16,8 |
| 2008 | Deutsche ins Ausland | 2,3 |
| 2025 | Deutsche ins Ausland; mit ungeklärten Fällen | 2,2–4,1 |
Der größte anhaltende Verlust kam später und traf den kleineren deutschen Staat. Zwischen 1950 und 1961 beantragten im Jahr rund 217.000 Menschen aus der DDR, einem Land mit rund 18 Millionen Einwohnern, die Aufnahme in Westdeutschland, und die westdeutschen Register zählten fast 300.000 Zuzüge im Jahr. Das sind zwischen 12 und 17 je 1.000 Einwohner, jedes Jahr, zwölf Jahre lang (eigene Berechnung)65. Etwa die Hälfte war jünger als 2565. Es endete mit einer Mauer.
Der Verlust, auf den der Ausdruck am besten passt, war zahlenmäßig klein. Zwischen 1933 und 1941 flohen rund 270.000 Juden aus Deutschland, 78.000 von ihnen allein im Jahr 193966. Selbst in jenem Jahr war das etwa 1 je 1.000 Einwohner, halb so viel wie die heutige Fortzugsrate. Verloren ging die Spitze. Die deutschen Universitäten verloren nach 1933 insgesamt 19,3 Prozent ihres Lehrkörpers; von 901 entlassenen Wissenschaftlern, deren Lebensweg erforscht ist, emigrierten 56067. Der Ökonom Fabian Waldinger hat gemessen, was sie wert waren. Von den Physikern an deutschen Universitäten im Jahr 1933 wurden binnen zwei Jahren 13,6 Prozent entlassen, darunter sechs der fünfzehn Nobelpreisträger unter ihnen, zum Beispiel Albert Einstein68. Rechnet man Österreich und die Entlassungen bis 1940 ein, hatten die 15 Prozent der Physiker, die entlassen wurden, 64 Prozent der Zitierungen von Arbeiten aus der Zeit vor 1933 erhalten69. Nach seiner Schätzung senkten die Entlassungen die Leistung der betroffenen Institute bis 1980 um ein Drittel und trugen etwa neunmal so viel zum Niedergang der deutschen Wissenschaft bei wie die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs69. In den Fachgebieten der Chemiker, die nach Amerika gingen, stiegen die Patentanmeldungen amerikanischer Erfinder um 31 Prozent70.
Daneben nimmt sich die Gegenwart bescheiden aus. Etwa zwei von 1.000 Deutschen ziehen im Jahr ins Ausland, in der Mehrzahl aus beruflichen Gründen, und auf zehn, die gehen, kommen sechs, die zuziehen. Diese Bruttorate ist nicht niedriger als die der Überseeauswanderung von 1923 oder 1952, den Spitzenjahren der Weimarer Republik und der frühen Bundesrepublik. Der Unterschied liegt in der Richtung: Die Auswanderer jener Jahre gingen für immer. Heute kommen mehr Wissenschaftler, als gehen, und niemand wird vertrieben.
Was es kostet
Jeder Akademiker, der für immer geht, nimmt öffentliches Geld mit. Im Jahr 2024 kostete ein Medizinstudium an einer deutschen Universität 260.700 Euro an öffentlichen Grundmitteln, ein Universitätsabschluss im Durchschnitt aller Fächer 80.100 Euro71. Der Staat verliert mehr als die Kosten des Studiums, denn er verliert auch, was der Absolvent später eingezahlt hätte. Die OECD beziffert den Nettogewinn der öffentlichen Hand aus einem Hochschulabschluss in Deutschland, also Steuern und Abgaben über ein Arbeitsleben abzüglich der Studienkosten, auf 274.000 Dollar für einen Mann und 104.200 Dollar für eine Frau, verglichen mit jemandem, dessen Bildungsweg mit der Sekundarstufe endete72. Im Jahr 2009 rechnete das ifo Institut den Fall einer Ärztin durch, die mit etwa 30 auswandert und nie zurückkehrt, und kam auf 1.075.100 Euro entgangener Nettoeinnahmen73. Ein Antrag der AfD im Bundestag vom November 2025 führte das als „Kosten in Höhe von einer Million Euro“ an, die dem Steuerzahler entstünden, wenn eine 30-jährige Ärztin dauerhaft ins Ausland gehe74.
Die Fallstudie unterstellt, dass die Ärztin nie zurückkommt, und auf dieser Annahme ruht die ganze Behauptung. Die Rechnung gilt außerdem in beide Richtungen. Deutschland hat nichts für die Ausbildung der 62.642 Ärzte bezahlt, die heute im Land arbeiten und ihren Abschluss im Ausland gemacht haben59. Niemand hat die beiden Seiten für das Land als Ganzes zusammengerechnet. Eine Schätzung der gesamten fiskalischen Kosten der deutschen Auswanderung haben wir nicht gefunden, und für eine verlässliche müsste man wissen, wer geht, mit welcher Ausbildung und für wie lange.
Fazit: Was von der Behauptung bleibt
Die vier Teile der Reihe nach.
Es gehen mehr Deutsche als je zuvor: Die Zahl in den Schlagzeilen ist etwa doppelt so hoch, wie sie sein dürfte, weil fast die Hälfte davon Menschen mit unbekanntem Aufenthalt sind, die nach Auskunft des Statistischen Bundesamts oft nirgendwohin gegangen sind. Was bleibt, rund 154.000 im Jahr, ist möglicherweise der höchste je gemessene Wert und liegt ein Zehntel über dem Stand von vor zehn Jahren. Bei den Wanderungen und beim Anteil seiner Akademiker im Ausland liegt Deutschland im unteren Drittel Europas, beim Bestand seiner Ausgewanderten in der Mitte. Gemessen am 19. Jahrhundert und an der DDR ist die Abwanderung klein.
Es gehen die am besten Ausgebildeten: Die Fortziehenden sind besser ausgebildet als die Daheimgebliebenen, wie die Auswanderer der anderen reichen Länder Europas auch. Der Anteil von drei Vierteln Akademikern gilt allerdings nur für die Teilnehmer einer Befragung. Unter allen Deutschen, die anderswo in Europa leben, liegt er bei gut der Hälfte.
Die Auswanderer kommen nicht zurück: Auf zehn, die gehen, ziehen sechs zu, und nur einer von fünf Ausgewanderten sagt zu Beginn, er wolle fortbleiben. Aber der Wanderungsverlust an Staatsbürgern, rund 60.000 im Jahr ohne die ungeklärten Fälle, ist der größte seit 2008, und seit der Pandemie haben sich die Zuzüge nicht erholt. Die Rückkehrer sind etwas geringer qualifiziert als die Fortgezogenen, und Beschäftigte in IT und Naturwissenschaften kehren seltener zurück als andere. An der Spitze der akademischen Laufbahn ist die Bilanz mit der Schweiz und den Vereinigten Staaten weiterhin negativ.
Das Land verliert seine Köpfe: Unter dem Strich tut es das nicht. In Deutschland leben weit mehr im Ausland geborene Akademiker, als deutsche Akademiker im Ausland leben, es kommen mehr Wissenschaftler und Ärzte, als gehen, und die Kommission, die einen Nettoverlust an Forschern meldete, meldet heute einen Nettogewinn. Ein arbeitgebernahes Institut, das 2022 dieselben Daten auswertete, fasste beide Hälften in einen Satz: „Auch wenn kein Brain-Drain stattfindet, verlassen Hochqualifizierte doch besonders häufig das Land“75.
Wer geht, kann niemand klären, weil es nirgends erfasst wird. Die Expertenkommission empfahl 2014 „ein systematisches Monitoring des Brain Drain und Brain Gain“7. Im Jahr 2024 fragten CDU und CSU, damals in der Opposition, die Regierung: „wieso erfasst die Bundesregierung die Abwanderung deutscher Fachkräfte ins Ausland nicht systematisch“. Die Antwort verwies auf die Vorbemerkung76. Eine Abmeldung hält ein Datum, eine Adresse und bestenfalls ein Land fest. Einen Abschluss oder einen Beruf hält sie nicht fest, und bei fast der Hälfte aller fortziehenden Deutschen auch kein Land. Solange sich das nicht ändert, enthält die Zahl in den Schlagzeilen weiterhin auch Menschen, die nie fort waren.
Quellen
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Statistisches Bundesamt, „Nettozuwanderung 2025 mit 235 000 Personen deutlich gesunken“, Pressemitteilung Nr. 184, 1. Juni 2026. ↩︎ ↩︎
-
Anna Schiller, „Tschüss, Deutschland: Über den Rekord bei Auswanderungen braucht sich niemand zu wundern“, Neue Zürcher Zeitung, 2. Juni 2026. ↩︎
-
Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll 21/83, 11. Juni 2026, Rede von Alice Weidel. ↩︎
-
Statistisches Bundesamt, „Zuwanderung 2018: Deutschland wächst um 400 000 Menschen“, Pressemitteilung Nr. 271, 16. Juli 2019. ↩︎
-
Moritz Kraemer, „Wie bedrohlich ist die Abwanderung deutscher Bürger wirklich?“, LBBW Research, 23. Januar 2026. ↩︎
-
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, „Gewinner der Globalisierung“, Policy Brief, Dezember 2019, S. 2–3. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
-
Expertenkommission Forschung und Innovation, Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2014, Februar 2014, Kapitel B 2, S. 85–89 und 106. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
-
Statistisches Bundesamt, Statistischer Bericht: Wanderungen 2025, 23. Juli 2026, Tabelle 12711-02 (Wanderungen über die Grenzen nach Nationalität, 1950 bis 2025, mit Anmerkungen zu den Jahren 2008 bis 2010) und Tabelle 12711-06 (nach Geburtsstaat). Vor 2000 lag der Höchstwert der Fortzüge Deutscher in einem Jahr bei 138.280, im Jahr 1994. In Deutschland Geborene jeder Staatsangehörigkeit: 270.241 Fortzüge im Jahr 2025, also sind mindestens 18.338 der 288.579 fortziehenden Deutschen im Ausland geboren; eigene Berechnung. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
-
Statistisches Bundesamt, Qualitätsbericht: Wanderungen 2025, 26. August 2026, S. 5, 12–14 und 16–18. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
-
Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 12711-0008, Wanderungen zwischen Deutschland und dem Ausland nach Nationalität und Herkunfts- oder Zielland, 2000 bis 2025, abgerufen am 11. Oktober 2026. Die ungeklärten Fälle sind die Zeile „Ungeklärt / Ohne Angabe“. Fortzüge und Zuzüge ohne sie, Salden und Verhältnisse: eigene Berechnung. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
-
Statistisches Bundesamt, „Migration 2016: Nettozuwanderung nach Deutschland bei 500 000 Personen“, Pressemitteilung Nr. 088, 13. März 2018. ↩︎
-
Bundesministerium des Innern und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, „Migrationsbericht der Bundesregierung 2024“, 2026, S. 160, Fußnote 125, S. 174 und Anhangstabelle 4-11. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
-
Kai Dreschmitt und Jan Eberle, „Weiterentwicklung der Schätzung von Langzeitmigration“, WISTA – Wirtschaft und Statistik 4/2025, Statistisches Bundesamt, Tabelle 1. Die dort genannte Zahl der Abmeldungen nach unbekannt schließt die kleine Zeile „Unbekanntes Ausland“ ein, 3.146 Fälle im Jahr 2022. ↩︎ ↩︎ ↩︎
-
Eurostat, Auswanderung nach Altersgruppe, Geschlecht und Staatsangehörigkeit, Datensatz migr_emi1ctz, abgerufen am 11. Oktober 2026. Staatsangehörige des Meldelandes; die deutschen Werte sind als Schätzungen gekennzeichnet. Deutsche Staatsangehörige, die aus Spanien fortzogen: 8.711 im Jahr 2015 und 12.598 im Jahr 2024, mit einem Bruch in der Reihe im Jahr 2021; aus den Niederlanden: 5.626 und 6.326. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
-
Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 12411-0040, Durchschnittliche Bevölkerung nach Nationalität, 2000 bis 2025, abgerufen am 11. Oktober 2026. ↩︎
-
Eurostat, Bevölkerung am 1. Januar nach Altersgruppe, Geschlecht und Staatsangehörigkeit, Datensatz migr_pop1ctz, abgerufen am 11. Oktober 2026. ↩︎ ↩︎
-
Vereinte Nationen, Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten, Abteilung Bevölkerungsfragen, International Migrant Stock 2024, Tabellen nach Ziel- und Herkunftsland. Herkunftsland Deutschland: 3.870.620 im Jahr 1990 und 4.297.233 im Jahr 2024, davon 1.137.577 in den Vereinigten Staaten. Anteile an der Wohnbevölkerung des jeweiligen Landes: eigene Berechnung. ↩︎ ↩︎ ↩︎
-
U.S. Census Bureau, American Community Survey, Einjahresschätzungen, Tabelle B05006, Geburtsort der im Ausland geborenen Bevölkerung der Vereinigten Staaten, 2023: Deutschland 520.418. ↩︎
-
U.S. Census Bureau, „About the Foreign-Born Population“, abgerufen am 11. Oktober 2026. ↩︎
-
Office for National Statistics, „Long-term international migration, provisional: year ending December 2025“, 21. Mai 2026. ↩︎
-
Chloé Pariset, Insee Première Nr. 2107, Institut national de la statistique et des études économiques, 4. Juni 2026. Auf Französisch. ↩︎
-
Istituto Nazionale di Statistica, „Migrazioni interne e internazionali della popolazione residente“, Bericht für 2024 und 2025, 3. August 2026. Auf Italienisch. ↩︎
-
Eurostat, EU/EFTA-Bürger im Erwerbsalter mit gewöhnlichem Aufenthalt in einem anderen EU/EFTA-Land nach Staatsangehörigkeit und Bildungsabschluss, Datensatz lfst_lmbpcited, 15 bis 64 Jahre, abgerufen am 11. Oktober 2026. Die deutsche Reihe springt zwischen 2009 und 2010; frühere Jahre werden deshalb nicht verwendet. ↩︎ ↩︎ ↩︎
-
Eurostat, Bevölkerung in Privathaushalten nach Bildungsabschluss und Staatsangehörigkeit, Datensatz edat_lfs_9911, und Bevölkerung in Privathaushalten nach Staatsangehörigkeit und Erwerbsstatus, Datensatz lfsa_pganws, Staatsangehörige des Meldelandes von 15 bis 64 Jahren, abgerufen am 11. Oktober 2026. Der Anteil der Akademiker im Ausland ist die Zahl im Ausland geteilt durch die Summe aus der Zahl im Ausland und der Zahl im Inland; eigene Berechnung. Die deutschen Reihen haben Brüche in den Jahren 2020 und 2021. ↩︎ ↩︎
-
Rohen d’Aiglepierre und fünf weitere, „A global profile of emigrants to OECD countries: Younger and more skilled migrants from more diverse countries“, OECD Social, Employment and Migration Working Papers Nr. 239, Februar 2020, Absatz 36 und Tabelle A.2. Arbeitspapier. ↩︎
-
Deutscher Bundestag, Drucksache 20/12277, Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD, 15. Juli 2024, Antwort auf Frage 1. ↩︎
-
Andreas Ette und andere, „Surveying Across Borders“, Kapitel 2 in Marcel Erlinghagen, Andreas Ette, Norbert F. Schneider und Nils Witte (Hrsg.), „The Global Lives of German Migrants“, Springer, 2021, S. 27–31 und Tabelle 2.2. ↩︎
-
Andreas Ette, Andreas Genoni und Nils Witte, Abschnitt 8.6 im Datenreport 2021, Statistisches Bundesamt und andere, 2021, S. 318–319, Tabelle 2. ↩︎ ↩︎
-
Andreas Ette und andere, „German Emigration and Remigration Panel Study (GERPS): Methodology and Data Manual of the Baseline Survey (Wave 1)“, BiB Daten- und Methodenberichte 1/2020, S. 22–23. ↩︎
-
Matthias Parey, Jens Ruhose, Fabian Waldinger und Nicolai Netz, „The Selection of High-Skilled Emigrants“, Review of Economics and Statistics 99(5), 2017, S. 776–792, angenommenes Manuskript. Nach den Absolventenbefragungen des heutigen Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. ↩︎
-
The Global Lives of German Migrants (siehe oben), Kapitel 3, Tabelle 3.7. ↩︎
-
Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 12711-0006, Wanderungen zwischen Deutschland und dem Ausland nach Nationalität, Geschlecht und Altersjahren, abgerufen am 11. Oktober 2026. Altersgruppen: eigene Berechnung. ↩︎
-
Statistisches Bundesamt, „8 900 Deutsche zogen 2025 in die Vereinigten Staaten“, Zahl der Woche Nr. 24, 9. Juni 2026. ↩︎
-
Deutscher Bundestag, Drucksache 16/3210, Große Anfrage der Fraktion der FDP, „Konsequenzen der Auswanderung Hochqualifizierter aus Deutschland“, 30. Oktober 2006. ↩︎
-
Bundesamt für Statistik, STAT-TAB, Tabellen px-x-0103020200_102 (Einwanderung der ständigen Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit), px-x-0103020300_102 (Auswanderung) und px-x-0103010000_101 (ständige Wohnbevölkerung), deutsche Staatsangehörige, 2011 bis 2025, abgerufen am 11. Oktober 2026. ↩︎ ↩︎
-
Bundesamt für Statistik, Einwanderung der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit, 1991 bis 2022, und Auswanderung, 1991 bis 2021. Deutsche Staatsangehörige im Jahr 2008: 46.296 Zuzüge und 12.143 Wegzüge. ↩︎
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Statistik Austria, Tabellensammlung Außenwanderungen 2025, 29. Juni 2026, Tabelle 4. Deutsche Staatsangehörige: 17.028 Zuzüge und 10.606 Wegzüge im Jahr 2015, 18.619 und 12.224 im Jahr 2025. ↩︎
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Statistik Austria, Bevölkerung zu Jahresbeginn nach Staatsangehörigkeit seit 2002, 29. Juni 2026. ↩︎
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Eurostat, Einwanderung nach Altersgruppe, Geschlecht und Staatsangehörigkeit, Datensatz migr_imm1ctz, Staatsangehörige des Meldelandes, abgerufen am 11. Oktober 2026. ↩︎
-
The Global Lives of German Migrants (siehe oben), Kapitel 6, Tabelle 6.1. ↩︎
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German Emigration and Remigration Panel Study, Datenseite, Grafik der Interviews je Welle nach Gruppen, Stand 10. Juni 2022, abgerufen am 11. Oktober 2026. Von den Befragten, die bei einer Welle im Ausland lebten, waren bis zur nächsten 5 bis 12 Prozent zurückgekehrt; über die vier Abstände zwischen Winter 2018/19 und Winter 2021/22 verkettet ergibt das 28 Prozent. Das Panel schrumpfte von 11.010 auf 4.596 Interviews. Eigene Berechnung. ↩︎
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OECD, „Talent Abroad: A Review of German Emigrants“, 2015, S. 91. ↩︎
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Andreas Ette und andere, „German Emigration and Remigration Panel Study (GERPS). Neue GERPS-Daten über deutsche Aus- und Rückwandernde“, Bevölkerungsforschung Aktuell 6/2019, S. 5, Tabelle 1. ↩︎
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The Global Lives of German Migrants (siehe oben), Kapitel 4, Tabelle 4.4 und S. 79. Der durchschnittliche marginale Effekt eines Bildungsjahres beträgt −1,3 Prozentpunkte, der des obersten Drittels der Nettoeinkommen −6,0 und der eines Berufs in der Informatik oder den Naturwissenschaften −13,0. ↩︎ ↩︎
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Marcel Erlinghagen und Lisa Mansfeld, „Aus- und Rückwanderung deutscher Arbeitskräfte. Droht eine Verschärfung des Fachkräftemangels?“, WSI-Mitteilungen 78(4), 2025, S. 304–311. ↩︎
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Eurostat, Bevölkerung in Privathaushalten nach Bildungsabschluss und Geburtsland, Datensatz edat_lfs_9912, und Bevölkerung in Privathaushalten nach Geburtsland und Erwerbsstatus, Datensatz lfsa_pgacws, Deutschland, im Ausland Geborene, 15 bis 64 Jahre, abgerufen am 11. Oktober 2026. Bevölkerung mal Anteil mit Hochschulabschluss: 9.274.000 mal 21,1 Prozent im Jahr 2015 und 12.773.900 mal 28,8 Prozent im Jahr 2025; eigene Berechnung. Die deutschen Reihen haben Brüche in den Jahren 2020 und 2021. ↩︎
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Statistisches Bundesamt, „83 % der Personen mit Blue Card leben nach fünf Jahren weiterhin in Deutschland“, Pressemitteilung Nr. 289, 21. Juli 2023. ↩︎ ↩︎
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OECD, „International Migration Outlook 2022“, Oktober 2022, Kapitel 7. ↩︎
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Yuliya Kosyakova und andere, IAB-Forschungsbericht 15/2025, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, überarbeitet am 16. März 2026, Tabellen 3-1 und 4-3. ↩︎ ↩︎
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Yuliya Kosyakova und fünf weitere, „Wer bleibt, wer geht – und warum Eingewanderte Deutschland wieder verlassen“, IAB-Kurzbericht 10/2026, Juli 2026. ↩︎
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OECD, Science, Technology and Industry Scoreboard 2015, Abschnitt 3.2, und Scoreboard 2017, Abbildung 1.69 und Abschnitt 3.4, mit den an den Abbildungen verlinkten Datendateien. Zeitschriften-Impact wissenschaftlicher Autoren in Deutschland, 2013: neu Zugewanderte 1,429, Abgewanderte 1,328; 2016: neu Zugewanderte 2,262, Abgewanderte 2,105. ↩︎ ↩︎
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Expertenkommission Forschung und Innovation, Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2024, Februar 2024, Kapitel B 2, S. 74–78. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
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OECD, ReICO-Datenbank, R&I talent circulation, Nettoströme wissenschaftlicher Autoren nach Jahr, 2011 bis 2024, abgerufen am 11. Oktober 2026. ↩︎
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OECD, bibliometrische Indikatoren impliziter bilateraler Mobilitätsströme, wissenschaftliche Autoren nach erster und letzter Adresse, 2010 bis 2024, abgerufen am 11. Oktober 2026. Von Deutschland in die Schweiz 13.244 und zurück 10.489; in die Vereinigten Staaten 27.228 und zurück 25.941; nach Großbritannien 14.109 und zurück 14.915. Salden: eigene Berechnung. ↩︎
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Massimiliano Coda-Zabetta, Francesco Lissoni und Ernest Miguelez, „International Mobility and Collaboration of German Scientists, 2005-2020“, Studien zum deutschen Innovationssystem 8-2024, Februar 2024, S. III und 27. ↩︎
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DAAD und DZHW, „Wissenschaft weltoffen 2025“, November 2025, Abbildung E1.3. Deutsche Professoren im Jahr 2023: Schweiz 1.262, Österreich 1.007, Niederlande 239; im Jahr 2013: 1.125, 547 und 146. ↩︎
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DAAD und DZHW, „Wissenschaft weltoffen kompakt 2026“, Mai 2026. ↩︎
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Bundesärztekammer, Ärztestatistik 2025, Tabellen 1, 10 und 13 und Abbildung 9; für 2011 die Ausgabe jenes Jahres, Tabelle 10, und die Übersicht der Kammer über die Jahre seit 1996. Anteile an den berufstätigen Ärzten: eigene Berechnung. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
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OECD, Datenbank zur Migration von Gesundheitspersonal, Ärzte nach Ausbildungsort, abgerufen am 11. Oktober 2026. Im Ausland ausgebildete Ärzte in Deutschland im Jahr 2024: ein Bestand von 62.642 oder 15,7 Prozent (mit Hinweis auf eine abweichende Definition) und ein Zugang von 10.962 im Jahr. Die Bundesärztekammer zählte für 2024 insgesamt 2.197 fortziehende Ärzte. ↩︎ ↩︎ ↩︎
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Brian Balmer, Matthew Godwin und Jane Gregory, The Royal Society and the ‘brain drain’: natural scientists meet social science, Notes and Records of the Royal Society 63(4), 2009, S. 339–353, hier S. 346. ↩︎
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Friedrich Burgdörfer, „Migration Across the Frontiers of Germany“, in Walter F. Willcox (Hrsg.), International Migrations, Volume II: Interpretations, National Bureau of Economic Research, 1931, Tabelle 124 und S. 364. ↩︎ ↩︎
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Statistisches Bundesamt, Bevölkerung und Wirtschaft 1872–1972, 1972, S. 115, Tabelle II.12, und Tabelle II.1 für die Bevölkerung. ↩︎
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Imre Ferenczi und Walter F. Willcox, International Migrations, Volume I: Statistics, National Bureau of Economic Research, 1929, Ländertabellen für die Vereinigten Staaten, Tabelle XV: 39.613 ausländische Auswanderer mit Ziel Deutschland in den Haushaltsjahren 1908 bis 1914. Einwanderer aus Deutschland in diesen Jahren: 219.044, nach U.S. Bureau of the Census, Historical Statistics of the United States, Colonial Times to 1970, 1975, Reihe C 95. Eigene Berechnung. ↩︎
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Simone A. Wegge, „Occupational self-selection of European emigrants: Evidence from nineteenth-century Hesse-Cassel“, European Review of Economic History 6(3), 2002, S. 365–394, Zusammenfassung. ↩︎
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Helge Heidemeyer, „Flucht und Zuwanderung aus der SBZ/DDR 1945/1949–1961“, Droste, 1994, S. 44–51: 3.582.500 registrierte Zuzüge von 1950 bis 1961 und die Altersstruktur. Antragsteller im Notaufnahmeverfahren, 2.609.321 in denselben Jahren, laut Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1962, S. 73. Bevölkerung der DDR laut Statistisches Jahrbuch der Deutschen Demokratischen Republik 1962, S. 17. Raten: eigene Berechnung. ↩︎ ↩︎
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Ursula Büttner, „Späte Umkehr“, Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte 4, 2010, S. 11, Anmerkung 4, mit den Schätzungen von Herbert A. Strauss, Leo Baeck Institute Year Book 25, 1980. ↩︎
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Michael Grüttner und Sven Kinas, „Die Vertreibung von Wissenschaftlern aus den deutschen Universitäten 1933–1945“, Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 55(1), 2007, S. 123–186, hier S. 141 und 143. ↩︎
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Fabian Waldinger, „Peer Effects in Science: Evidence from the Dismissal of Scientists in Nazi Germany“, Review of Economic Studies 79(2), 2012, S. 838–861, Tabelle 3. ↩︎
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Fabian Waldinger, „Bombs, Brains, and Science: The Role of Human and Physical Capital for the Creation of Scientific Knowledge“, Review of Economics and Statistics 98(5), 2016, S. 811–831, hier S. 813–814. ↩︎ ↩︎
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Petra Moser, Alessandra Voena und Fabian Waldinger, „German Jewish Émigrés and US Invention“, American Economic Review 104(10), 2014, S. 3222–3255. ↩︎
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Statistisches Bundesamt, Statistischer Bericht: Monetäre hochschulstatistische Kennzahlen 2024, September 2026, Tabelle 21381-07, Universitäten: Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften einschließlich der zentralen Einrichtungen der Hochschulkliniken sowie alle Fächergruppen zusammen. Laufende Grundmittel für Lehre und Forschung je Abschluss bei durchschnittlicher Fachstudiendauer; sie enthalten aus Grundmitteln bezahlte Forschung und keine Bauten. ↩︎
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OECD, „Education at a Glance 2021: OECD Indicators“, September 2021, Tabellen A5.3 und A5.4, archivierte Fassung. Werte für 2018 in US-Dollar zu Kaufkraftparitäten, verglichen mit einer Person, deren höchster Abschluss die Sekundarstufe II ist. ↩︎
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Christian Holzner, Sonja Munz und Silke Übelmesser, „Fiskalische Wirkungen der Auswanderung ausgewählter Berufsgruppen“, ifo Schnelldienst 17/2009, S. 28–33. Barwert 2008. ↩︎
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Deutscher Bundestag, Drucksache 21/2714, Antrag der Fraktion der AfD, 11. November 2025. ↩︎
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Wido Geis-Thöne, Abwanderung aus Deutschland. Eine Analyse der verfügbaren Daten zu Fortzügen und Abwanderungsabsichten, IW-Report, Institut der deutschen Wirtschaft, 29. März 2022, S. 29. ↩︎
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Deutscher Bundestag, Drucksache 20/12406, Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU, 26. Juli 2024, Fragen 27 bis 29. ↩︎