Von der Steinzeit zu den Sternen

Wissenschaft

Die Eisbären, die niemand gezählt hat

Heute leben wahrscheinlich mehr Eisbären als in den 1960er-Jahren. Doch die Zahl von damals war geschätzt, und wo der Bestand wuchs, lag es an Jagdbeschränkungen, nicht am Klima. Für fast die Hälfte der Teilpopulationen weltweit gibt es überhaupt keinen verwertbaren Trend.

Der Eisbär hat ein Imageproblem in beide Richtungen. Seit zwei Jahrzehnten ist er das Gesicht der schmelzenden Arktis, abgemagert und auf einer schrumpfenden Scholle gestrandet. Fast ebenso lange gibt es die Gegenbehauptung: Die Zahl der Eisbären sei gestiegen, nicht gesunken, und zwar seit den 1960er-Jahren auf das Vier- bis Fünffache, während das Eis die ganze Zeit zurückwich. Wenn das Eis der Lebensraum der Bären ist und das Eis verschwindet, wie kann es dann mehr Bären geben?

Die Frage ist berechtigt, und sie verdient einen faktenbasierten Check. Die Zahlen dafür gibt es. Die Polar Bear Specialist Group, eine Fachgruppe der Species Survival Commission der IUCN, veröffentlicht sie alle paar Jahre. Die Gruppe koordiniert seit den 1960er-Jahren die Eisbärenforschung in den fünf Staaten, in denen Eisbären leben1. Ihre jüngste veröffentlichte Statustabelle stammt vom Oktober 2024, und im Januar 2026 berichtete sie den Regierungen dieser Staaten von einer Aktualisierung im Oktober 202523. Die Tabelle ist ein Zahlenwerk, keine Pressemitteilung. Zusammen mit den Erhebungen, auf denen sie beruht, beantwortet sie die Frage: teils zugunsten der Behauptung, überwiegend nicht.

Ein Eisbär hängt in einem schwarzen Netz an einem Kettenzug mit Waage unter einem Dreibein aus Metall, auf flachem, schneebedecktem Eis. Ein Tuch bedeckt Augen und Schnauze, eine Tatze ragt nach oben. Eine Person in Winterkleidung und Sonnenbrille bedient die Kette, eine zweite steht daneben, dahinter steht ein Hubschrauber auf dem Eis.
Feldarbeit der US-Naturschutzbehörde Fish and Wildlife Service im März 2017: Ein betäubter Eisbär wird zum Wiegen hochgezogen. Fang-Wiederfang-Schätzungen beruhen auf solcher Arbeit, bei der Bären gefangen, markiert und erneut gefangen werden. Foto: USFWSAlaska, 2017, via Wikimedia Commons. Gemeinfrei.

Woraus sich die weltweite Zahl zusammensetzt

Beginnen wir mit der Zahl, die alle zitieren. Eine weltweite Zählung der Eisbären gibt es nicht, und es hat nie eine gegeben. Stattdessen gibt es zwanzig getrennt verwaltete Teilpopulationen, regionale Bestände, die von verschiedenen Teams in verschiedenen Jahrzehnten mit verschiedenen Methoden erfasst wurden2. Die weltweite Zahl entsteht, indem man die Erhebungen addiert und die Lücken mit Vermutungen füllt.

Die Anatomie der weltweiten Eisbärenzahl

Die Summe aller aktuellen Schätzungen ergibt rund 24.600 Bären. Die Erhebungen dahinter verteilen sich über sechsundzwanzig Jahre, und für vier Teilpopulationen gibt es überhaupt keine Schätzung.

20
anerkannte Teilpopulationen
die zwanzigste kam 2024 hinzu
24.565
Bären in den Schätzungen der Fachgruppe
Summe aus 16 Teilpopulationen, erhoben 1997–2023
4
ganz ohne Schätzung
Karasee, Laptewsee, Südostgrönland, Arktisches Becken
IUCN/SSC Polar Bear Specialist Group, Status Table for the World’s Polar Bear Subpopulations, Version 20241007, mit den beiden im Oktober 2025 geänderten Schätzungen (Bericht der Fachgruppe an die fünf Regierungen, Januar 2026). Die Summe ist eine eigene Berechnung.

Zwei der sechzehn Schätzungen stammen aus den 1990er-Jahren: Im Lancaster Sound und in der Norwegian Bay wurde zuletzt 1997 gezählt2. Zwei kamen mit der Aktualisierung von 2025 neu hinzu. Für Viscount Melville Sound ersetzte eine Zahl aus einer 2014 abgeschlossenen Studie die von 1992. Ostgrönland erhielt seine erste Schätzung überhaupt, nach einer Luftzählung im Jahr 2023: 2.364 Bären in der Tabelle der Fachgruppe, 2.275 in der im März 2026 veröffentlichten Fassung345. Die Zahl für die Barentssee stammt von 2004, die für die Nördliche Beaufortsee von 20062. Für Kara- und Laptewsee in der russischen Arktis gibt es gar keine Zahl. In der Tabelle sind ihre Zeilen seit 2005 leer: Damals strich die Fachgruppe Zahlen, die nicht auf anerkannten wissenschaftlichen Methoden beruhten, um nicht den falschen Eindruck zu erwecken, es gebe verlässliche Daten6.

Die geläufige Zahl von 26.000 ist die jüngste weltweite Schätzung der Fachgruppe. Sie wurde 2016 veröffentlicht, ihr 95-Prozent-Konfidenzintervall reicht von 22.000 bis 31.0006. Es handelt sich um einen modellierten Gesamtwert mit einer Spannweite von neuntausend Bären, nicht um eine Zählung. Die Fachgruppe warnt, solche Gesamtzahlen spiegelten neben dem Zustand der Eisbären auch Umfang und Qualität der wissenschaftlichen Daten wider6. Wer die Zahl wie eine Zählung zitiert, gleich auf welcher Seite des Streits, behauptet eine Genauigkeit, die es nicht gibt.

Die Zahl aus den 1960er-Jahren war noch schlechter

Nun zum Ausgangswert. Die Behauptung, der Bestand habe sich verfünffacht, beruht auf einem Ausgangswert von etwa fünftausend Bären irgendwann um die 1960er-Jahre7. Woher stammt er?

Er ist das untere Ende der niedrigsten von drei Schätzungen, die 1965 in Fairbanks, Alaska, auf der ersten internationalen wissenschaftlichen Eisbärentagung auf dem Tisch lagen1. Die kanadische Delegation führte sie nebeneinander auf: Der sowjetische Biologe Sawwa Uspenski kam auf 5.000 bis 8.000 Bären. Der kanadische Biologe C. R. Harington ging von deutlich über 10.000 aus und veranschlagte allein für die kanadische Arktis 6.000 bis 7.000. Eine Studie von 1959 hatte von geschätzten 2.000 bis 2.500 Bären nahe der Küste Alaskas hochgerechnet und nannte 17.000 bis 19.0008. Die sowjetische Delegation erläuterte, woher ihre eigene Zahl von höchstens 8.000 stammte: aus rund 500 Geburtshöhlen in der sowjetischen Arktis und der Annahme, jeder fünfte Bär sei ein trächtiges Weibchen8. Das ergibt etwa 2.500 Bären für die sowjetische Arktis (eigene Berechnung); wie sie von dort auf den weltweiten Bestand kam, steht in ihrem Tagungsbeitrag nicht. Jede der drei Schätzungen ging von einem einzelnen nationalen Sektor aus und wurde auf die ganze Arktis hochgerechnet.

Ian Stirling, der sein Forscherleben diesen Tieren widmete, sagte es unverblümt: Jede Zahl, die man damals als Schätzung des Gesamtbestands genannt hätte, wäre schlicht geraten gewesen, und 5.000 seien aller Wahrscheinlichkeit nach fast sicher viel zu niedrig gewesen7. Der norwegische Wissenschaftler Thor Larsen, der damals über Eisbären forschte, sagte, die meisten Daten aus den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren seien in der Tat anekdotisch gewesen, schlicht weil ordentliche Forschung gefehlt habe. Soweit er sich erinnere, hätten die Forscher damals mit einer weltweiten Zahl von 20.000 bis 25.000 Bären gearbeitet. Das ist etwa so viel, wie die Fachgruppe heute angibt, und hieße, dass der Bestand gar nicht gewachsen ist7.

Die Zahl aus den 1960er-Jahren war, wie Forscher selbst einräumen, geraten; die heutige Zahl ist eine modellierte Spanne.

— Das Rechenproblem

Der fehlende Ausgangswert ist ein Problem für alle und kein Kniff, um die Skeptiker vorzuführen. Er trifft beide Seiten: Er untergräbt die Behauptung einer Verfünffachung ebenso wie jede mit Gewissheit vorgetragene Aussage über einen langfristigen Rückgang. Ein Verhältnis lässt sich so nicht bilden. Man kann keinen modellierten Gesamtwert durch eine Anekdote teilen und das Ergebnis als Tatsache ausgeben.

Was sich wirklich geändert hat: die Gewehre

Nach den 1950er-Jahren hat sich tatsächlich etwas geändert, und es hatte nichts mit dem Klima zu tun.

Die Eisbärenjagd war in industriellem Maßstab betrieben worden: Man jagte von Schiffen aus, stellte Selbstschussfallen mit Köder auf und schoss aus Flugzeugen9. In der Barentssee wurden laut den Jagdaufzeichnungen im Jahrhundert vor 1970 etwa 300 Bären pro Jahr erlegt10. Die Antwort war das Abkommen zur Erhaltung der Eisbären, das Kanada, Dänemark, Norwegen, die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion 1973 in Oslo schlossen. Es verbot die Jagd von Flugzeugen und großen Motorschiffen aus. Im Übrigen erlaubte es das Töten von Eisbären nur zu Forschungszwecken, zum Artenschutz oder durch Einheimische, die auf traditionelle Weise jagen11. Norwegen stellte die Jagd 1973 ganz ein, die Sowjetunion hatte ihre schon 1957 eingestellt2.

Sichtbar ist die Wirkung dort, wo die Aufzeichnungen dafür weit genug zurückreichen. Die Fachgruppe stuft die Teilpopulation der Barentssee für die Jahre 1973 bis 2015 als sehr wahrscheinlich gewachsen ein. Verschiedene Befunde sprächen dafür, schreibt sie, dass der Bestand nach 1973 stetig gewachsen sei, zumindest bis vor Kurzem, also bis etwa 20152. (Das gesamte Gebiet wurde zuletzt 2004 gezählt; eine Erhebung von 2015 erfasste den norwegischen Teil2.)

Hier ist das Argument der Skeptiker am stärksten, und es stimmt: In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die Zahl der Eisbären zumindest in einem Teil der Arktis gestiegen, weil man aufhörte, so viele von ihnen zu erschießen. Das ist eine Erfolgsgeschichte des Artenschutzes. Sie handelt von Gesetzen zum Schutz der Wildtiere, nicht vom Klima, und deshalb sagt sie nichts darüber, wie sich das Klima künftig auf die Bären auswirkt.

Die Trendtabelle

So weit die Vergangenheit. Was geschieht heute?

Kurzfristiger Trend, alle zwanzig Teilpopulationen

Die Fachgruppe bewertet den Trend jeder Teilpopulation über etwa eine Eisbärengeneration (11,5 Jahre). Das Bild zeigt die ganze Welt nach der Aktualisierung vom Oktober 2025.

Kein verwertbarer Trend: 9 von 20 Teilpopulationen 9 Kein verwertbarer Trend Stabil: 6 von 20 Teilpopulationen 6 Stabil Rückläufig: 3 von 20 Teilpopulationen 3 Rückläufig Wachsend: 2 von 20 Teilpopulationen 2 Wachsend
Die Zahlen anzeigen
Kurzfristiger TrendAnzahlTeilpopulationen
Datenlage unzureichend (data deficient)9Arktisches Becken, Baffin Bay, Ostgrönland, Karasee, Lancaster Sound, Laptewsee, Nördliche Beaufortsee, Norwegian Bay, Südostgrönland
Wahrscheinlich stabil6Barentssee, Tschuktschensee, Foxe Basin, Golf von Boothia, Südliche Hudson Bay, Viscount Melville Sound
Wahrscheinlich / sehr wahrscheinlich zurückgegangen3Davisstraße, Südliche Beaufortsee, Westliche Hudson Bay
Wahrscheinlich gewachsen2Kane Basin, M’Clintock Channel
IUCN/SSC Polar Bear Specialist Group, Status Table, Version 20241007, und der Bericht der Fachgruppe an die fünf Regierungen vom Januar 2026 über die Aktualisierung vom Oktober 2025. „Kein verwertbarer Trend“ entspricht dem data deficient der Tabelle.

Neun der zwanzig sind als data deficient eingestuft: Die Datenlage reicht nicht aus, und die Fachgruppe legt sich auf keine Richtung fest. Sechs sind stabil, drei rückläufig, zwei wachsen3. Langfristig, über zwei oder mehr Generationen betrachtet, ist die Tabelle noch leerer: Für fünfzehn der zwanzig reicht die Datenlage nicht aus. Zwei Teilpopulationen gelten als gewachsen. Die eine ist die Barentssee, und zwar für den Zeitraum, der mit dem Jagdverbot beginnt2. Die andere nennt die Aktualisierung nicht; vermutlich ist es Viscount Melville Sound, wo der Bestand der neuen Studie zufolge zwischen 1989–1992 und 2012–2014 wahrscheinlich gewachsen ist, weil er sich von der Überjagung erholte34. Eine ist stabil, zwei sind zurückgegangen3.

Keine Zeile der Tabelle besagt, dass der weltweite Bestand wächst, und keine, dass er schrumpft. Nüchtern betrachtet heißt das: Niemand weiß es, weil es für neun der zwanzig Teilpopulationen keinen verwertbaren Trend gibt. Für vier gibt es gar keine Schätzung, für Ostgrönland gibt es eine erste Schätzung und nichts, womit man sie vergleichen könnte, und die übrigen vier wurden vor zu langer Zeit oder mit zu unterschiedlichen Methoden gezählt, als dass man sie vergleichen könnte23.

Bequem ist dieser Schluss für keine Seite. Die Aussage, der Eisbär sterbe aus, stützen die Daten nicht: Die Art steht aufgrund einer Projektion als gefährdet (Vulnerable) auf der Roten Liste, nicht wegen eines beobachteten weltweiten Rückgangs12. Ebenso wenig stützen sie die Aussage, die Zahl der Eisbären wachse.

Die am besten gezählten Bären

Rund um die Hudson Bay wurde dreimal im Abstand von je fünf Jahren nach demselben Verfahren aus der Luft gezählt und jedes Mal auf dieselbe Weise ausgewertet13. Die bekanntere der beiden Teilpopulationen dort gehört zu den am genauesten erforschten der Erde: die der Westlichen Hudson Bay, die Bären von Churchill.

Westliche Hudson Bay: einige der am besten untersuchten Eisbären der Welt

Die Luftzählungen von 2011, 2016 und 2021 wurden mit denselben Methoden ausgewertet: erst 11 % weniger, dann 27 % weniger, wobei keiner der beiden Schritte für sich statistisch signifikant ist. Der Wert von 1987 stammt aus einer Fang-Wiederfang-Studie und dient der Einordnung, nicht dem strengen Vergleich.

300 600 900 1.200 1987: 1.185 Bären – Fang-Wiederfang-Schätzung, eine andere Methode 1987 1.185 2011: 949 Bären 2011 949 2016: 842 Bären 2016 842 2021: 618 Bären 2021 618
Die Zahlen anzeigen
JahrSchätzungAnmerkung
19871.185Fang-Wiederfang; nicht direkt vergleichbar
2011949Luftzählung
2016842−11 % ggü. 2011
2021618−27 % ggü. 2016
2011–2021: Atkinson et al. (2022), Aerial survey of the Western Hudson Bay polar bear subpopulation 2021, Regierung von Nunavut. 1987: Lunn et al. (2016), Ecological Applications.

Die Autoren des Zählberichts deuten die drei Zahlen vorsichtig. Kein Schritt von einer Zählung zur nächsten ist statistisch signifikant, und der Rückgang von 949 auf 618 über das ganze Jahrzehnt ist nur nach einem großzügigen Maßstab signifikant, nämlich auf dem 10-Prozent-Niveau13. Deutlicher ist, welche Bären fehlen. Zwischen 2011 und 2021 sank die geschätzte Zahl der erwachsenen Weibchen um etwa 40 Prozent. Die Zahl der halbwüchsigen Bären, also der Tiere, die noch nicht geschlechtsreif sind, sank um etwa 65 Prozent. Die Zahl der erwachsenen Männchen blieb gleich13. Dieses Muster haben Biologen vor rund dreißig Jahren für eine Population vorhergesagt, der das Meereis verloren geht: Zuerst trifft es die jungen Bären und die Mütter13.

Die Jagd hat vermutlich dazu beigetragen. Der Anteil der erlegten Bären stieg von etwa 2,5 Prozent des geschätzten Bestands im Jahr 2011 auf 6,6 Prozent im Jahr 2021; das war mehr, als der Bestand ausgleichen konnte13. Zum Muster passt die Jagd aber schlecht. Die Jäger dort erlegen überwiegend Männchen; in jenem Jahrzehnt waren es zwei Drittel der erlegten Tiere. Die Wirkung hätte sich also zuerst bei den erwachsenen Männchen zeigen müssen, und deren Zahl blieb stabil13. Welche Ursache überwog, konnten die Autoren nicht sagen. Sie halten es für plausibel, dass weniger überlebende Jungbären, abwandernde Bären und die Jagd alle eine Rolle gespielt haben13.

Viele der fehlenden Bären standen allerdings womöglich auf der anderen Seite einer Linie. Die Südliche Hudson Bay wurde in denselben Wochen gezählt, und die Schätzung dort stieg um 223 Bären, während die der Westlichen Hudson Bay um 224 sank13. (Als Schätzung für 2021 werden für die Südliche Hudson Bay 1.119 Bären ausgewiesen; zählt man wie 2016, sind es 1.003, gegenüber 780 im Jahr 20166.) Zusammengenommen kamen beide Teilpopulationen 2016 auf 1.622 und 2021 auf 1.621 Bären14.

Eine genetische Studie unter Leitung des kanadischen Umweltministeriums ging anschließend einzelnen Bären nach. Im Jahr 2021 hielt sich vor der Küste Ontarios lange Eis, und ein Viertel der Bären, von denen auf der Seite der Südlichen Hudson Bay Gewebeproben genommen wurden, waren bereits als Tiere der Westlichen Hudson Bay bekannt. Im Jahr 2022 waren so viele von ihnen zurück, dass die Zahl für die Westliche Hudson Bay allein durch Wanderung um bis zu 29 Prozent gestiegen sein könnte15. Das Umweltministerium des Territoriums Nunavut schloss aus dieser Studie, der Rückgang von 2021 gehe größtenteils auf die Abwanderung von Bären in die Südliche Hudson Bay zurück, und empfahl, die Jagdquote von 38 Bären pro Jahr nicht zu ändern14. Die Fachgruppe ist zurückhaltender. Ihre Tabelle erklärt den Rückgang teils mit vorübergehender Abwanderung, teils mit gesunkenen Überlebens- und Fortpflanzungsraten2.

Hier haben die Skeptiker ein berechtigtes Argument: Der Einbruch einer einzelnen Teilpopulation kann daran liegen, wo auf der Landkarte die Grenzen verlaufen. Drei Dinge bleiben trotz dieses Zugeständnisses bestehen. Erstens blieb die gemeinsame Zahl nicht über das ganze Jahrzehnt gleich: Sie sank von 1.892 Bären im Jahr 2011 auf 1.622 im Jahr 2016, als beide Teilpopulationen zugleich zurückgingen14. Zweitens erklärt die Wanderung das Fehlen der falschen Bären. Die Tiere aus der Westlichen Hudson Bay, die jenseits der Linie nachgewiesen wurden, waren überwiegend erwachsene Männchen, doch die Zählung fand so viele erwachsene Männchen wie zuvor. Es fehlten Weibchen und junge Bären, und zwar im Kern des Gebiets, nicht im Grenzgebiet13. (Die genetische Studie gibt zu bedenken, dass ihre Probennahme entlang der Küste zwangsläufig vor allem Männchen erfasste, was dieses Argument schwächt15.) Drittens hängt die längere Datenreihe nicht von den Luftzählungen ab. Fang-Wiederfang-Studien, bei denen Bären gefangen, markiert und erneut gefangen werden, erfassen den Kern des Gebiets und kommen dort für 1987 auf 1.185 Bären und für 2011 auf 806166. Die Fachgruppe stuft die Teilpopulation für die Jahre 1995 bis 2021 als sehr wahrscheinlich zurückgegangen ein. Im Eintrag für die Südliche Hudson Bay selbst stehen ein schlechterer körperlicher Zustand der Tiere und sinkende Überlebensraten, vor allem bei Jungtieren im ersten Lebensjahr2. Zwei benachbarte Populationen, zwischen denen Bären hin- und herwandern und die beide Jungtiere verlieren: Ein beruhigendes Bild ist das nicht.

Wie das Eis wirkt und warum die Zählungen nachhinken

Eisbären leben von Robben, die sie vom Meereis aus jagen. In der Hudson Bay schmilzt das Eis jeden Sommer vollständig. Die Bären gehen an Land, wo es wenig zu fressen gibt, und zehren weitgehend von ihrem Fett, bis sich im Herbst neues Eis bildet6. Alles Weitere hängt davon ab, wie lange dieses Fasten dauert.

In der Südlichen Hudson Bay hat sich die eisfreie Zeit zwischen 1980 und 2012 um etwa 30 Tage verlängert6. Die Westliche Hudson Bay entwickelt sich ähnlich. Die Meereisdaten der Fachgruppe selbst zeigen für die Jahre 1979 bis 2022: Im Frühjahr zog sich das Eis pro Jahrzehnt 4,2 Tage früher zurück, im Herbst kam es pro Jahrzehnt 2,8 Tage später wieder, und die sommerliche Meereisfläche schrumpfte um 19,9 Prozent pro Jahrzehnt2. Über die vier Jahrzehnte ergibt das etwa einen Monat (eigene Berechnung), den die Bären dort länger an Land verbringen als die Bären vor vierzig Jahren.

Ein längeres Fasten trifft zuerst die Schwächsten. In der Westlichen Hudson Bay zeigte es sich daran, dass die erwachsenen Weibchen leichter wurden, dass es weniger Jungtiere gab und dass weniger junge Bären überlebten6. Ein Modell des Energiehaushalts jedes einzelnen Bären, gerechnet über 42 Jahre beobachteter Meereisdaten, bildete diese Trends und den Rückgang des Bestands nach; die Autoren nennen Energie den einen begrenzenden Mechanismus17. Die Gesamtzahl sinkt erst später, wenn schwache Jahrgänge junger Bären in eine schrumpfende Gruppe fortpflanzungsfähiger Weibchen hineinwachsen. Die Autoren der Zählung von 2021 warnen, diese Folgen könnten sich im Lauf des nächsten Jahrzehnts zeigen13. Die Gesamtzahl bewegt sich als Letztes. Das schwächt das Argument, das Eis gehe seit vierzig Jahren zurück und die Bären seien immer noch da.

Zwei, die wuchsen, und eine, die sich hält

Stellt man jede Teilpopulation mit bewertetem Trend dem Eis gegenüber, das sie verloren hat, ist das Bild weniger eindeutig, als es beiden Seiten lieb wäre.

Eisverlust und Trend: die elf Teilpopulationen mit bewertetem Trend

Veränderung der sommerlichen Meereisfläche je Jahrzehnt, 1979–2022, bezogen auf den Durchschnitt 1991–2020, geordnet vom geringsten zum größten Eisverlust. Das Wort hinter jedem Balken ist der kurzfristige Trend laut Fachgruppe. Die beiden gewachsenen haben wenig Eis verloren; die sechs stabilen verteilen sich über die ganze Spanne, vom kleinsten Verlust bis zum größten.

−10 % −20 % −30 % Viscount Melville Sound: −4,6 % sommerliche Meereisfläche je Jahrzehnt; kurzfristiger Trend wahrscheinlich stabil Viscount Melville Sound −4,6 % stabil Südliche Hudson Bay: −7,7 % sommerliche Meereisfläche je Jahrzehnt; kurzfristiger Trend wahrscheinlich stabil Südliche Hudson Bay −7,7 % stabil M’Clintock Channel: −9,5 % sommerliche Meereisfläche je Jahrzehnt; kurzfristiger Trend wahrscheinlich gewachsen M’Clintock Channel −9,5 % gewachsen Kane Basin: −11,2 % sommerliche Meereisfläche je Jahrzehnt; kurzfristiger Trend wahrscheinlich gewachsen Kane Basin −11,2 % gewachsen Foxe Basin: −16,2 % sommerliche Meereisfläche je Jahrzehnt; kurzfristiger Trend wahrscheinlich stabil Foxe Basin −16,2 % stabil Golf von Boothia: −16,2 % sommerliche Meereisfläche je Jahrzehnt; kurzfristiger Trend wahrscheinlich stabil Golf von Boothia −16,2 % stabil Westliche Hudson Bay: −19,9 % sommerliche Meereisfläche je Jahrzehnt; kurzfristiger Trend sehr wahrscheinlich zurückgegangen Westliche Hudson Bay −19,9 % rückläufig Davisstraße: −21,4 % sommerliche Meereisfläche je Jahrzehnt; kurzfristiger Trend wahrscheinlich zurückgegangen Davisstraße −21,4 % rückläufig Barentssee: −23,5 % sommerliche Meereisfläche je Jahrzehnt; kurzfristiger Trend wahrscheinlich stabil Barentssee −23,5 % stabil Südliche Beaufortsee: −31,2 % sommerliche Meereisfläche je Jahrzehnt; kurzfristiger Trend wahrscheinlich zurückgegangen Südliche Beaufortsee −31,2 % rückläufig Tschuktschensee: −31,5 % sommerliche Meereisfläche je Jahrzehnt; kurzfristiger Trend wahrscheinlich stabil Tschuktschensee −31,5 % stabil
Die Zahlen anzeigen
TeilpopulationSommerliche Meereisfläche, Veränderung in % je JahrzehntKurzfristiger Trend
Viscount Melville Sound−4,6 %wahrscheinlich stabil
Südliche Hudson Bay−7,7 %wahrscheinlich stabil
M’Clintock Channel−9,5 %wahrscheinlich gewachsen
Kane Basin−11,2 %wahrscheinlich gewachsen
Foxe Basin−16,2 %wahrscheinlich stabil
Golf von Boothia−16,2 %wahrscheinlich stabil
Westliche Hudson Bay−19,9 %sehr wahrscheinlich zurückgegangen
Davisstraße−21,4 %wahrscheinlich zurückgegangen
Barentssee−23,5 %wahrscheinlich stabil
Südliche Beaufortsee−31,2 %wahrscheinlich zurückgegangen
Tschuktschensee−31,5 %wahrscheinlich stabil
Meereis-Kennzahlen und Trends aus der Status Table der IUCN/SSC, Version 20241007; der Trend für Viscount Melville Sound aus dem Bericht der Fachgruppe über die Aktualisierung vom Oktober 2025. Für die Davisstraße schreibt die Fachgruppe, höhere Jagdquoten hätten womöglich zum leichten Rückgang beigetragen; die jüngste Analyse fand dort keinen Zusammenhang zwischen Überleben und Eisbedingungen.

M’Clintock Channel und Kane Basin liegen beim Eisverlust weit unten, und für jede der beiden gibt es eine eigene Erklärung. Im M’Clintock Channel zielte das Management nach den Worten der Fachgruppe auf eine Erholung des Bestands; die Jagd blieb unter dem Maß, das als nachhaltig gilt2. Eine Erhebung im Jahr 2000 ergab 284 Bären; nach einem Jagdmoratorium und niedrigeren Quoten kam die nächste auf 7166. Es ist wieder die Geschichte von 1973, eine Generation später. Der Zuwachs im Kane Basin steht unter Vorbehalt. Im östlichen Teil wurden 2012 bis 2014 mehr Bären erfasst als bei den Erhebungen der 1990er-Jahre. Das könne, schreibt die Fachgruppe, an einer anderen räumlichen Verteilung der Bären liegen (womöglich, weil Grönland im Osten weniger jagte) und an gewissen Unterschieden im Erhebungsverfahren zwischen den Jahrzehnten, nicht an einer größeren Zahl von Tieren. Bei der Deutung des Bestandswachstums sei eine gewisse Vorsicht geboten2.

Die Einträge für M’Clintock Channel und für den stabilen Nachbarn Golf von Boothia vermerken zudem etwas, das die einfache Geschichte von der anderen Seite her komplizierter macht: In der Hocharktis sorge der Wechsel von dickem mehrjährigem zu einjährigem Eis derzeit wahrscheinlich für einen produktiveren Lebensraum2. Dickes altes Eis ist ein schlechter Lebensraum. Der Bericht der Fachgruppe führt die niedrige Wachstumsrate des Bestands im Kane Basin in den 1990er-Jahren auf große Flächen solchen Eises und eine geringe Robbendichte zurück und erwartet, dass dünneres Eis produktiver ist6. Eine Zeit lang macht die Erwärmung einen Teil der Arktis für Bären günstiger, und die Skeptiker weisen zu Recht darauf hin. Entscheidend ist das Wort derzeit: Der Bericht bezeichnet solche Vorteile als vorübergehend6. Sie sind eine Etappe auf dem Weg von einem Zuviel an Eis zu einem Zuwenig.

Das stärkste Gegenbeispiel zu der Annahme, das Eis allein entscheide, ist die Tschuktschensee. Sie hat pro Jahrzehnt 31,5 Prozent ihrer sommerlichen Eisfläche verloren, so viel wie kein anderes Gebiet in der Tabelle, und doch gilt ihr Bestand als wahrscheinlich stabil; die Bären sind laut Tabelle in gutem Zustand und haben reichlich Nachwuchs2. Das liegt offenbar daran, dass der Tschuktschen-Schelf außergewöhnlich produktiv ist6: Dort gibt es so viele Robben, dass ein Bär selbst in einer verkürzten Saison auf dem Eis fett wird. Die Barentssee ist ein zweiter Fall. Eine Studie an 770 erwachsenen Bären, die zwischen 1995 und 2019 rund um Spitzbergen gefangen wurden, ergab: Ihr körperlicher Zustand verschlechterte sich bis 2000 und besserte sich danach, während das Meereis rasch schwand. Die Autoren vermuten, dass mehr Seehunde, Rentiere und Walrosse den schlechteren Zugang zu Robben auf dem Eis teilweise ausgleichen18. Eisverlust verkleinert das Budget, doch manche Regionen hatten von vornherein ein viel größeres.

Das Urteil

Nehmen wir die Behauptung und ihr Spiegelbild auseinander und bewerten sie Punkt für Punkt.

Behauptung: Heute gibt es mehr Eisbären als in den 1960er-Jahren. Wahrscheinlich richtig, aber nicht überprüfbar. Die Zahl aus den 1960er-Jahren war, wie Forscher selbst einräumen, geraten; die heutige Zahl ist eine modellierte Spanne. Der Journalist, der 2008 Forscher danach fragte, berichtete, sie seien sich einig gewesen: Der Bestand sei in den Jahrzehnten zuvor aller Wahrscheinlichkeit nach gestiegen, wenn auch nicht auf das Fünffache7. Der Faktor ist keine echte Zahl.

Behauptung: Also schadet der Klimawandel den Eisbären nicht. Das folgt daraus nicht. Wo der Bestand wuchs, etwa in der Barentssee, wuchs er, weil die Jagd eingeschränkt wurde, und die am besten gezählte Population schrumpft. Wer einer sich erwärmenden Arktis eine Erholung gutschreibt, die das Jagdrecht bewirkt hat, nennt die falsche Ursache.

Behauptung: Der Bestand wächst. Nicht belegt. Drei Teilpopulationen sind rückläufig, zwei wachsen, sechs sind stabil, und bei neun lässt sich kein Trend bewerten. Es gibt keine weltweite Zählung, und die Tabelle der Fachgruppe bietet keine Grundlage für irgendeine Aussage über die weltweite Richtung, weder nach oben noch nach unten.

Behauptung: Der Eisbär stirbt aus. Ebenfalls nicht belegt, und die Skeptiker weisen zu Recht immer wieder darauf hin. Die Einstufung als gefährdet beruht auf einer Projektion, die vom modellierten Meereisverlust ausgeht. Sie rechnet mit sechs Szenarien. Die Wahrscheinlichkeit, dass der weltweite Bestand binnen drei Generationen um mehr als 30 Prozent schrumpft, liegt im Median bei etwa 71 Prozent und je nach Szenario zwischen 20 und 95 Prozent; die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs um mehr als die Hälfte liegt bei etwa 7 Prozent1219. Drei Generationen sind 35 bis 41 Jahre. Es handelt sich also um eine Prognose, nicht um eine Beschreibung der Gegenwart19. Eine Art, deren aktuelle Schätzungen sich auf mehr als 24.000 Bären summieren, steht nicht am Abgrund.

Die Behauptung ist also zur Hälfte richtig. Doch aus dieser Hälfte folgt nicht, dass der Klimawandel den Eisbären nicht schadet. Wo die Zahl der Eisbären gestiegen ist, lag es am Jagdrecht. Wie sich der Bestand heute entwickelt, lässt sich nicht sagen: Für vier Teilpopulationen gibt es überhaupt keine Schätzung, für fünf weitere keinen verwertbaren Trend, und es ist teuer und schwierig, Bären über weiten Flächen treibenden Eises zu zählen6.

In der skeptischen Behauptung steckt ein berechtigter Einwand: Die Datenlage ist weit dünner, als es zwei Jahrzehnte voller Eisbärenbilder mit ihrer Gewissheit vermuten ließen. Wer den Eisbären trotzdem zum Maskottchen des Klimawandels gemacht hat, hat der Wissenschaft keinen Gefallen getan. Wer daraus aber folgert, der Klimawandel sei für den Eisbären kein Problem, liegt ebenfalls falsch.

Die Lösung ist, die Zählungen zu finanzieren und so die Datengrundlage zu verbessern.

Quellen

  1. IUCN/SSC Polar Bear Specialist Group, „Protection History“, Tabelle nachgedruckt aus Oran Young und Gail Osherenko (Hg.), Polar Politics, 1993, abgerufen am 2. Oktober 2026. Einträge für September 1965 und Januar 1968. ↩︎ ↩︎

  2. IUCN/SSC Polar Bear Specialist Group, „Status Table for the World’s Polar Bear Subpopulations“, Version 20241007, Oktober 2024. Am 2. Oktober 2026 weiterhin die neueste Fassung auf der Website der Fachgruppe. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  3. IUCN/SSC Polar Bear Specialist Group, „Scientific Report on Polar Bear Conservation Status and Research Efforts“, Präsentation für die Konferenz der Vertragsparteien des Abkommens zur Erhaltung der Eisbären von 1973, 20.–23. Januar 2026. Folien zur Statustabelle und ihrer Aktualisierung vom Oktober 2025; die aktualisierte Tabelle selbst steht nicht auf der Website der Fachgruppe. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  4. Eric V. Regehr, Steven Baryluk, John Boulanger, Marsha Branigan, Faye d’Eon-Eggertson, Jodie Pongracz, Adam Thom und Evan S. Richardson, „Modeling movements improves capture–recapture estimates for mobile species with sparse data: Polar bears (Ursus maritimus) in Viscount Melville sound“, Population Ecology 67(1), S. 75–90, online veröffentlicht im Oktober 2024. Abstract. ↩︎ ↩︎

  5. Kristin L. Laidre, Tiago A. Marques, Benjamin Cohen, Rikke G. Hansen, Eric V. Regehr, Marie J. Zahn, Jon Aars, Jasmine Ware, Harry L. Stern und Fernando Ugarte, „First abundance estimate for the east Greenland polar bear subpopulation“, Endangered Species Research 59, S. 1–18, 12. März 2026. Abstract. ↩︎

  6. IUCN/SSC Polar Bear Specialist Group, „Status Report on the World’s Polar Bear Subpopulations“, Oktober 2024. Abschnitte „Ecoregions“, „Assessing Global Status“, „Chukchi Sea (CS)“, „Gulf of Boothia (GB)“, „Kane Basin (KB)“, „M’Clintock Channel (MC)“, „Southern Hudson Bay (SH)“ und „Western Hudson Bay (WH)“. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  7. Peter Dykstra, „Magic Number: a Sketchy ‘Fact’ About Polar Bears Keeps Going…And Going… And Going“, SEJournal, Society of Environmental Journalists, Sommer 2008. Zitiert Stirling und Larsen. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  8. U.S. Bureau of Sport Fisheries and Wildlife und University of Alaska, „Proceedings of the First International Scientific Meeting on the Polar Bear“, Fairbanks, 6.–10. September 1965, Resource Publication 16, Washington, 1966. Beitrag des Canadian Wildlife Service, S. 11; Beitrag der sowjetischen Delegation, S. 42. ↩︎ ↩︎

  9. IUCN/SSC Polar Bear Specialist Group, „Harvest“, abgerufen am 2. Oktober 2026. ↩︎

  10. M. E. Obbard, G. W. Thiemann, E. Peacock und T. D. DeBruyn (Hg.), „Polar Bears: Proceedings of the 15th Working Meeting of the IUCN/SSC Polar Bear Specialist Group“, Occasional Paper of the IUCN Species Survival Commission No. 43, 2010. Länderbericht Norwegens, S. 153. ↩︎

  11. „Agreement on the Conservation of Polar Bears“, Oslo, 15. November 1973, Text auf der Website der IUCN/SSC Polar Bear Specialist Group. Artikel I, III und IV. ↩︎

  12. IUCN/SSC Polar Bear Specialist Group, „IUCN Redlist“, gibt die Zusammenfassung der Bewertung für die Rote Liste von 2015 durch Wiig et al. wieder, abgerufen am 2. Oktober 2026. ↩︎ ↩︎

  13. Stephen N. Atkinson, John Boulanger, Mitch Campbell, Vicki Trim, Jasmine Ware und Amélie Roberto-Charron, „Aerial survey of the Western Hudson Bay polar bear subpopulation 2021“, Abschlussbericht, Regierung von Nunavut, Umweltministerium, 16. November 2022, beim Nunavut Wildlife Management Board eingereichte Fassung. Abschnitte 4.4 und 5.4, Tabelle 12. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  14. Regierung von Nunavut, Umweltministerium, Vorlage an das Nunavut Wildlife Management Board zur Zählung von 2021 und zu den Konsultationen der Gemeinden für die Teilpopulation Westliche Hudson Bay, eingereicht zur Sitzung des Boards am 30. und 31. Oktober 2024. ↩︎ ↩︎ ↩︎

  15. D. McGeachy, N. J. Lunn, J. M. Northrup, V. Trim, C. Davis und A. E. Derocher, „Distributional shifts of polar bears (Ursus maritimus) in Hudson Bay in relation to sea ice dynamics, 2017-2022“, Abschlussbericht, Environment and Climate Change Canada, 2023, beim Nunavut Wildlife Management Board eingereichte Fassung. Zusammenfassung und S. 14. ↩︎ ↩︎

  16. Nicholas J. Lunn, Sabrina Servanty, Eric V. Regehr, Sarah J. Converse, Evan Richardson und Ian Stirling, „Demography of an apex predator at the edge of its range: impacts of changing sea ice on polar bears in Hudson Bay“, Ecological Applications 26(5), 2016, S. 1302–1320. Abstract. ↩︎

  17. Louise C. Archer, Stephen N. Atkinson, Nicholas J. Lunn, Stephanie R. Penk und Péter K. Molnár, „Energetic constraints drive the decline of a sentinel polar bear population“, Science 387(6733), S. 516–521, 31. Januar 2025. Abstract. ↩︎

  18. Jon Aars, E. N. Ieno, M. Andersen, A. E. Derocher, Ø. Wiig und A. F. Zuur, „Body condition among Svalbard Polar bears Ursus maritimus during a period of rapid loss of sea ice“, Scientific Reports 16, Artikel 2182, 29. Januar 2026. Abstract. ↩︎

  19. Eric V. Regehr, Kristin L. Laidre, H. Resit Akçakaya, Steven C. Amstrup, Todd C. Atwood, Nicholas J. Lunn, Martyn Obbard, Harry Stern, Gregory W. Thiemann und Øystein Wiig, „Conservation status of polar bears (Ursus maritimus) in relation to projected sea-ice declines“, Biology Letters 12(12), Artikel 20160556, 2016. Abstract. ↩︎ ↩︎