Im Dezember 1989 lehnte die SED einen Antrag auf Selbstauflösung ab, und die Kommission, die später ihr Vermögen prüfte, hielt den entscheidenden Grund fest: ihr Eigentum. Alle Umbenennungen seither haben die juristische Person unangetastet gelassen. Die Behauptung, Die Linke sei mit der SED rechtsidentisch, stützt sich deshalb auf Feststellungen des deutschen Staates selbst. Wegen dieser Identität muss die Partei für eine Bilanz einstehen, und die hat sie bereits ausgeglichen. Schuld am Tod der Menschen an der Mauer begründet das nicht, und der Grund dafür ist das Strafrecht in Deutschland.
Von Raphael Bauer33 Min. Lesezeit
Am 8. Dezember 1989 begann in einer Ost-Berliner Sporthalle ein außerordentlicher Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Am Ende der Debatte stand ein Delegierter aus einem Landtechnik-Kombinat in Erfurt auf und …
Carl Menger kam über die Zeitungen zur Nationalökonomie, unterrichtete einen Kronprinzen, hat den berühmtesten Methodenstreit in der Geschichte des Fachs ausgefochten und hinterließ ein Werk, das man in vierzehn Tagen lesen könnte. Darin stehen der Gedanke, dass der Wert ein Urteil der Menschen ist und keine Eigenschaft der Dinge, und eine Erklärung für die Entstehung des Geldes, die die Ökonomie ein Jahrhundert später neu entdecken musste.
Von Raphael Bauer38 Min. Lesezeit
Vom achten bis zum siebzehnten März 1892 tagte in Wien eine Kommission. Sie sollte entscheiden, woraus das Geld Österreich-Ungarns künftig bestehen würde. Ihr namhaftestes Mitglied war ein zweiundfünfzigjähriger Professor der …